Darum gehts
- Nicht nur Citroën setzt auf Klassiker-Neuauflagen.
- Retro-Neuauflagen reichen von Fiat 500 über Mini bis VW ID Buzz
- Mit dem Microlino hat auch eine Schweizer Familie einen Oldtimer wiederbelebt
Mit dem 2CV bringt Citroën eine Legende als Stromer zurück. Das Döschwo-Konzept war am Pariser Autosalon der grosse Hingucker. Doch Stellantis ist nicht der einzige Autobauer, der seine berühmtesten Modelle im 21. Jahrhundert neu auflegt.
Immer wieder versuchen Hersteller, Kunden mit Nostalgie abzuholen. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Wir zeigen sieben coole Klassiker-Neuauflagen der letzten Jahre.
Fiat 500
Mehr als 30 Jahre nach dem Produktionsende im Jahr 1975 brachte Fiat 2007 den Cinquecento der Nachkriegszeit zurück. Die Neuauflage des einst spartanischen Einstiegsmodells – am Anfang konnten nicht einmal die Scheiben heruntergekurbelt werden – wurde zum Grosserfolg. Der 500er, den es seit ein paar Jahren auch rein elektrisch gibt, ist hinter dem Panda aktuell das zweitbeliebteste Fiat-Modell in der Schweiz.
VW ID. Buzz
Nicht nur Kleinwagen eignen sich für Oldtimer-Neuauflagen. Das beweist der fast fünf Meter lange ID. Buzz. Das Design des Elektro-Kleinbusses ist an den ersten VW-Bus aus dem Jahr 1950 angelehnt. Der «Bulli» markierte einst den Beginn des deutschen Wirtschaftswunders nach dem Zweiten Weltkrieg. Später wurde er als «Hippie-Bus» zum Symbol der Blumenkinder.
Mini Cooper
Der Mini ist eine britische Legende wie die roten Doppeldeckerbusse und der Big Ben in London. Seit 1959 von verschiedenen Herstellern gebaut, kam die Marke mit der Übernahme von Rover durch BMW in deutschen Besitz. Im Jahr 2000 lief das letzte Original vom Band. Seit 2001 ist Mini eine BMW-Marke und inzwischen ein grosses Zugpferd des Konzerns.
Renault 5 E-Tech
Der originale R5 (1972 bis 1996) verkaufte sich über neun Millionen Mal – mehr als die ebenfalls legendären R4 und Citroën 2CV. Damit prägte er das Stadtbild in Frankreich. Erfolge in der Rallye-WM und ein eigener Renault-5-Cup machten ihn noch bekannter. Seit 2024 versucht Renault mit dem vollelektrischen 5 E-Tech, an diese glorreiche Vergangenheit anzuknüpfen.
VW Beetle
Ohne den VW-Käfer wäre die deutsche Autoindustrie nicht das, was sie heute ist. Einst von Adolf Hitler als «Volkswagen» propagiert, begann der grosse Erfolg erst in der Nachkriegszeit. Mit 21,5 Millionen verkauften Fahrzeugen war er bis 2002 das meistverkaufte Auto der Welt. Die Neuauflage VW Beetle (1998 bis 2019) konnte aber nie an diesen Erfolg anknüpfen.
Alfa Romeo 33 Stradale
Hohe Verkaufszahlen waren beim Alfa Romeo 33 Stradale nie das Ziel. Der auf 33 Exemplare limitierte Supersportler war bereits vor Produktionsbeginn im Jahr 2024 ausverkauft. Vorbild ist der Alfa Romeo Tipo 33 Stradale von 1967. Der Rennwagen wurde bis in die 1970er-Jahre hinein im Motorsport eingesetzt und feierte unter anderem Erfolge beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans.
Bonus: Microlino
Auch die Schweiz hat eine Elektro-Neuauflage eines Klassikers hervorgebracht. Der von der Familie Ouboter entwickelte Microlino gilt aber nicht als Auto, sondern wie das Vorbild BMW Isetta als Leichtfahrzeug. Die Isetta (1955 bis 1962) war damals für viele Kunden eine Alternative zum Motorrad. Ins heutige Modellprogramm von BMW würde sie aber kaum mehr passen.