China-Autos erobern die Schweiz
Diese Marken verlieren die meisten Kunden

In der Schweiz kommt 2026 schon jeder zehnte Neuwagen aus China. Koreanische Hersteller wie Hyundai und Kia büssen Marktanteile ein, während BYD rasant wächst.
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Autos von BYD werden auf Schweizer Strassen zum vertrauten Bild.
Foto: Lorenzo Fulvi

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Umfrage aus Deutschland: Koreanische Marken sind besonders durch Chinesen gefährdet
  • Schweiz: Hyundai-Verkäufe sanken im ersten Halbjahr um 24 Prozent
  • Alle Hersteller verlieren an Chinesen, doch deutsche Marken halten sich besser
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Gabriel KnupferRedaktor News

Immer mehr Autos aus China kurven über die Schweizer Strassen. Bereits jeder zehnte Neuwagen kommt dieses Jahr aus dem Reich der Mitte. Da der Automarkt kaum wächst, ist klar: Die neue Konkurrenz jagt den etablierten Marken die Kunden ab.

Für die Schweiz gibt es dazu keine Zahlen. Doch in Deutschland liess das Fachblatt «Automobilwoche» genau dies auswerten. Die Ergebnisse dürften mehrheitlich auch hierzulande gelten, da die Gründe für einen Kaufentscheid in der Schweiz und in Deutschland ähnlich sind.

Deutsche Marken am wenigsten gefährdet

Die Umfrage zeigt, dass sich koreanische Hersteller am meisten vor der neuen Konkurrenz aus China fürchten müssen. Fast die Hälfte der befragten Halter einer koreanischen Marke zieht beim nächsten Autokauf ein chinesisches Fahrzeug in Betracht. Jeder fünfte antwortete «auf jeden Fall».

Bei Fahrern japanischer Marken ist knapp ein Drittel aufgeschlossen, eine definitive Option ist es allerdings nur für 12 Prozent. Und wer ein deutsches Auto fährt, hat in der Regel kein Interesse an chinesischen Marken. Nur etwas mehr als ein Viertel zeigt sich offen, «auf jeden Fall» antwortete nicht einmal jeder zehnte Befragte.

Hyundai und Kia haben China-Problem

Die Schweizer Verkaufszahlen im ersten Halbjahr scheinen die Aussagen zu stützen. Hyundai und Kia – die beiden grossen koreanischen Marken – verkauften in einem leicht wachsenden Gesamtmarkt weniger Autos. Besonders hart trifft es Hyundai: Die Verkäufe sackten um 24 Prozent auf 3548 Fahrzeuge ab. Zum Vergleich: BYD verkaufte im ersten Halbjahr 2719 Fahrzeuge.

Einen Beweis für die Abwanderung liefern die Zahlen nicht. Klar ist aber, dass koreanische und chinesische Hersteller um eine ähnliche Kundschaft kämpfen. Die Koreaner mussten sich wie nun die Chinesen gegen etablierte Hersteller aus Deutschland und Japan durchsetzen. Sie schafften das vor allem dank eines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses.

Auch Ford und Opel verlieren

Die «Automobilwoche» liess auch die Neukunden-Ströme von MG und BYD in Deutschland untersuchen. Ergebnis: In absoluten Zahlen verliert zwar VW am meisten Kunden an die beiden China-Marken. Über zehn Prozent der MG- und BYD-Käufer wechselten von VW. Doch im Verhältnis zum Marktanteil gehören Hyundai und Kia tatsächlich zu den grössten Verlierern.

Interessant: Ford und Opel verlieren ebenfalls deutlich überproportional an die Chinesen. All diese Marken brauchen dringend eine Strategie, um Kunden am Wechsel zur neuen Konkurrenz zu hindern.

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