Boom dank LSVA-Befreiung
Schon jeder vierte neue Lastwagen fährt elektrisch

Mit Stromern sparen Schweizer Transporteure viel Geld. Doch die Politik plant bereits die Kehrtwende – ab 2036 zahlen E-Lastwagen die volle Schwerverkehrsabgabe.
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Elektrolastwagen boomen in der Schweiz.
Foto: Daimler AG

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein Viertel der neuen schweren Nutzfahrzeuge fährt 2026 elektrisch
  • Die LSVA-Befreiung bis 2031 treibt Investitionen in E-Lastwagen voran
  • Erstes Halbjahr 2026: 2155 neue Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen zugelassen
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Gabriel KnupferRedaktor News

Die Schweizer Transportindustrie steht unter Strom. Schon jeder vierte neue schwere Brummi fährt elektrisch, wie die Zahlen von Auto-Schweiz zeigen. Konkret: Im ersten Halbjahr wurden 2155 Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen zugelassen – der Elektro-Anteil liegt bei satten 26 Prozent.

Hauptgrund für den Boom: E-Lastwagen sind bis 2031 von der Schwerverkehrsabgabe LSVA ausgenommen. «Das erste Halbjahr hat gezeigt, dass die Unternehmen dort in neue Antriebe investieren, wo sie betrieblich und wirtschaftlich überzeugen», sagt Auto-Schweiz-Direktor Thomas Rücker.

Wann lohnt sich die LSVA-Befreiung?

Die Transportunternehmen rechnen genau, bevor sie auf alternative Antriebe setzen. So ist der Elektroanteil in der Gewichtsklasse von 3,6 bis 16 Tonnen sehr gering, weil sich die LSVA-Befreiung nur lohnt, wenn man weit genug fährt. Vor allem bei schweren Lastwagen im Dauereinsatz holt die LSVA-Ersparnis die hohen Anschaffungskosten der Stromer wieder rein.

«Alternative Antriebskonzepte werden sich nur durchsetzen, wenn es sich für die Transporteure rechnet. Das ist derzeit offenbar nicht für jeden Einsatzzweck in allen Gewichtsklassen möglich», so Rücker.

Ab 2036 herrscht LSVA-Vollpflicht

Allerdings geht die Politik in eine andere Richtung: Auch E-Lastwagen unterliegen ab 2031 der Schwerverkehrsabgabe. Nach dem Willen der eidgenössischen Räte sollen bis 2035 noch Rabatte gelten, ab 2036 herrscht LSVA-Vollpflicht.

Das Parlament will damit die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene fördern und verhindern, dass die LSVA-Einnahmen komplett wegbrechen. Doch Auto-Schweiz befürchtet, dass damit der wichtigste Anreiz für Unternehmen wegfällt, sich für Elektro-Laster zu entscheiden.

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