Darum gehts
- In Italien häuft sich der Spiegeltrick an der Adria und Toskana
- Täter täuschen Schäden vor und verlangen Geld
- Der ADAC warnt auch vor Pannentricks in Spanien und weiteren Ländern
Italien ist auch im Spätherbst eine Autoreise wert. Aber Achtung: In diesem Jahr ist der sogenannte Spiegeltrick wieder auf dem Vormarsch. Feriengäste berichten vermehrt von der dreisten Masche. Besonders betroffen: Touristengebiete an der Adria und in der Toskana. Die österreichische «Kleine Zeitung» berichtete im Sommer von mehreren Fällen in den Badeorten Lignano und Grado in der Nähe von Venedig.
So läuft der Betrug: Während der Fahrt signalisiert plötzlich ein Autofahrer, dass man anhalten sollte. Anschliessend behauptet der Kriminelle, dass der Tourist im Vorbeifahren sein Auto gestreift und den Aussenspiegel beschädigt habe. Dann fordert er Geld, um die Sache ohne Polizei zu regeln. Viele Feriengäste geraten in Panik und zahlen rasch – nur um Ärger zu vermeiden.
Filmen und Polizei rufen
Die goldene Regel: Halte nicht an, wenn dich Fremde von der Seite zum Stoppen auffordern. Doch auch später lässt sich die Masche leicht entlarven: Filme, mach Fotos und bestehe darauf, die Polizei zu rufen. Dann geben die Betrüger meistens auf und machen sich aus dem Staub.
Hilfreich ist auch eine Dashcam. Manchmal werfen die Gauner Steine gegen das Auto, um einen Zusammenstoss vorzutäuschen.
Pannentricks in Spanien beliebt
Der Spiegeltrick ist nicht die einzige Betrügerei, vor der man sich auf Reisen in den Süden in Acht nehmen muss. Besonders aus Spanien sind verschiedene Pannentricks bekannt, vor denen der deutsche ADAC warnt. So täuschen Kriminelle manchmal eine Panne vor, um Reisende auszurauben.
In anderen Fällen behaupten die Kriminellen, dass beispielsweise mit dem Hinterrad etwas nicht stimme. Wenn du aussteigst, dann klauen sie Wertsachen aus dem Auto. An Raststätten oder vor Lichtsignalen schlitzen manche Diebe mit dem gleichen Ziel die Reifen auf. Diese Masche kommt laut dem ADAC auch in Italien, Slowenien und Ungarn vor. Hier gilt: Bei Verdacht die Türen verriegeln und mit dem Handy aus dem Auto Hilfe holen.