Darum gehts
- Italien plant ab 2027 Busse von 75 Euro für abgelenkte Fussgänger
- In Honolulu kosten ähnliche Verstösse seit 2017 bis zu 35 Dollar
- Autofahrer zahlen bei Handy-Verstössen in Italien bis zu 1400 Euro, riskieren Führerscheinentzug
Italiens neue Strassenverkehrsordnung nimmt Fussgänger in die Pflicht: Wer beim Überqueren der Strasse aufs Smartphone schaut, soll künftig 75 Euro Busse zahlen.
Zum Vergleich: Tippen Autofahrer am Steuer aufs Handy, blechen sie schon beim ersten Mal 250 bis 1000 Euro. Beim zweiten Mal kostet es bis zu 1400 Euro und der Führerschein ist für drei Monate weg.
Erst nächstes Jahr in Kraft
Die neue Bestimmung befindet sich aktuell in der Prüfung. Bis am 13. September dürfen sich Branchenverbände dazu äussern. Die endgültige Fassung dürfte erst im Februar oder März 2027 in Kraft treten, berichtet das Verkehrsportal Moveo by Telepass.
Kommt der Vorschlag durch, wäre der Gebrauch ablenkender Elektrogeräte für Fussgänger auf der Strasse verboten. Nicht betroffen von der Regel ist die Nutzung auf dem Trottoir.
Ähnliche Regeln in Litauen und Honolulu
Italien wäre damit nicht allein: Auch in Litauen drohen Fussgängern beim Überqueren der Strasse mit dem Handy Bussen, wie das Portal T-Online berichtet.
Eine ähnliche Regel gibt es zudem auch in Honolulu im US-Bundesstaat Hawaii. Dort drohen beim ersten Verstoss schon seit 2017 Bussen von 15 bis 35 Dollar.