Darum gehts
- Wir zeigen 10 Autos, die ihrer Zeit optisch und technisch voraus waren
- Auch grosse Hersteller wie Audi, BMW oder Mercedes lagen manchmal daneben
- Renaults futuristischer Avantime wurde in zwei Jahren nur 8000 Mal gebaut
Nicht jedes Autodesign wird ein Erfolg. Manche Modelle wollten ihrer Zeit voraus sein, andere bewusst provozieren oder neue Zielgruppen erschliessen – doch am Ende scheiterten sie trotzdem am Markt. Während einige Fahrzeuge heute als visionär gelten, wurden sie zur Zeit ihrer Einführung belächelt, missverstanden oder schlicht ignoriert. Oft lag es am zu hohen Preis, an technischen Kompromissen oder daran, dass das Design den Geschmack der Kundschaft verfehlte (auch interessant: Die 9 hässlichsten Autos der Welt).
Die nachfolgenden zehn Modelle zeigen eindrücklich, dass selbst grosse und erfahrene Hersteller mit ungewöhnlichen Ideen danebenliegen können. Doch gerade diese gescheiterten Experimente machen die Automobilgeschichte so spannend. Sie stehen für Mut, Kreativität und den Willen, neue Wege zu gehen – auch wenn der Erfolg ausblieb.
Audi A2
Audis Modellfamilie von A1 bis A8 ist den meisten bekannt. Doch wenn man alle Modelle aufzählen müsste, käme man spätestens beim A2 ins Grübeln. Der Kleinwagen wurde nur von 1999 bis 2005 gebaut und fand mit seinem hohen Preis und der aerodynamischen «Ei-Form» wenig Anklang. Dabei war der A2 äusserst sparsam und technisch seiner Zeit voraus. 2024 stellten Audi-Lernende das Konzept eines vollelektrischen A2 E-Tron vor.
BMW i8
2014 sorgte BMW mit dem i8 für eine Sensation. Mit futuristischer Silhouette und markanten Flügeltüren schuf man einen Exot aus dem Bilderbuch. Auch die Technik war aussergewöhnlich: Ein Plug-in-Hybrid mit Dreizylinder-Heckmotor und 362 PS. Trotz seines hohen Preises weit über 100'000 Franken fehlte dem als Coupé und Cabrio erhältlichen i8 die Performance echter Supersportwagen. 2020 wurde die Produktion eingestellt. Per se galt der i8 nicht als klassischer Misserfolg, sondern war seiner Zeit schlicht voraus und markierte zugleich den Beginn von BMWs Elektro-Ära.
Chrysler Crossfire
Was entsteht, wenn deutsche Ingenieurskunst auf amerikanisches Design trifft? Der Chrysler Crossfire! Mit seinem 3,2-Liter-V6 aus dem Mercedes SLK bot er bis zu 335 PS, konnte sich aber nie wirklich durchsetzen. Kritiker bezeichneten ihn als überteuerten und veralteten SLK mit Rostproblemen. Nach nur fünf Jahren und rund 76'000 Exemplaren endete 2007 die Produktion des Deutschamerikaners (auch interessant: 5 Verlierer, die du jetzt kaufen solltest).
Citroën C6
Bekannt für preiswerte Autos mit zuverlässigem Komfort und ausgefallenen Designs, wagte Citroën 2006 mit dem C6 den Schritt ins hart umkämpfte Luxussegment. Die Limousine überzeugte mit einem aussergewöhnlichen, vielfach als elegant bezeichneten Design. Zu den unbestrittenen Highlights zählten die konkave Heckscheibe und die hydropneumatische Federung wie bei Citroëns legendärer Göttin DS. Gegen die starke deutsche Konkurrenz um Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse konnte sich der C6 jedoch nicht durchsetzen.
Ford Thunderbird
Mit der Neuauflage des legendären Thunderbird wollte Ford Anfang der 2000er an alte Erfolge anknüpfen. Das Retro-Design der 50er-Jahre kam zunächst gut an, doch bald brachen die Verkaufszahlen ein. Grund: Der 3,9-Liter-V8 mit nur 284 PS überzeugte ebenso wenig wie die Verarbeitungsqualität. Damit war der Thunderbird weder ein Sportwagen noch ein Luxusschlitten. 2005 wurde die Produktion der elften Generation eingestellt.
Mercedes R-Klasse
Als die R-Klasse 2005 erschien, war unklar, in welche Kategorie sie gehört. Mercedes bezeichnete sie als «Grand Sports Tourer», doch weder Kombi- noch SUV-Fans fühlten sich angesprochen. Selbst eine AMG-Version mit 510 PS und V8-Motor konnte Kritiker nicht bekehren. Der Fokus lag auf dem US- und asiatischen Markt. Bis 2017 wurden weltweit rund 200'000 Fahrzeuge verkauft, davon nur etwa 19'000 in Deutschland.
Nissan Cube
Das kastenförmige Design des Nissan Cube wirkt fast wie eine Kinderzeichnung auf Rädern: ungewöhnlich, verspielt – und für viele schlicht zu viel des Guten. Zwar polarisierte die kantige Form, doch sie schreckte zugleich zahlreiche Käufer ab. Auch technisch konnte der Cube nicht überzeugen. Ein schwacher Motor bei vergleichsweise hohem Verbrauch liess das Interesse schnell schwinden. In Europa wurde das Modell bereits nach zwei Jahren eingestellt, in den USA hielt es sich noch bis 2014.
Renault Avantime
Der Renault Avantime konnte seinen Kunden keinen klaren Nutzen vermitteln. Der Mix aus Van und Coupé war neuartig, aber schwer einzuordnen. Besonders auffällig waren die 1,60 Meter langen und knapp 60 Kilo schweren, zweigeteilten Türen. Die fehlende B-Säule führte jedoch zu Qualitätsproblemen und Windgeräuschen. Zwischen 2001 und 2003 entstanden nur rund 8000 Exemplare – Renaults Verkaufsziel von 15'000 Einheiten pro Jahr wurde damit bei weitem verfehlt und der Avantime nach nur zwei Jahren wieder eingestellt.
Suzuki X-90
In den 1990ern landete Suzuki mit dem X-90 einen Fehlgriff. Der SUV mit abnehmbarem Dach wurde heftig kritisiert und galt teils als eines der schlechtesten Autos des Jahrzehnts. Und das, obwohl er das erste zweisitzige SUV-Coupé überhaupt war. Mangelnde Funktionalität, mieser Fahrkomfort und schwache Geländetauglichkeit schreckten Käufer ab. Knapp 30 Jahre später wird der X-90 eher als witziger Exot gesehen.
VW Beetle
Der originale VW Käfer Typ 1 (1945 bis 2003) lief 21,5 Millionen Mal vom Band und gilt als eines der erfolgreichsten Autos der Geschichte. 1998 folgte der New Beetle mit moderner Technik, der als witzige Alternative zum so bierernsten VW-Bestseller Golf galt. Mit seinem Retro-Design blieb er seinem Vorbild treu, entwickelte sich über die Jahre aber zunehmend zum Nischenmodell im VW-Konzern. 2019 lief der letzte Beetle der damals schon zweiten neuen Generation im mexikanischen Puebla vom Band.
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