Darum gehts
- Frank M. Rinderknecht startet im Sommer mit humanoidem Roboter «Gigi» eine Schweizer Tour
- Markt für humanoide Roboter soll in 10 Jahren 400 Milliarden Dollar erreichen
- Elon Musk plant, bis 2027 eine Million Optimus-Roboter jährlich zu produzieren
Sie kennen sich seit dem diesjährigen World Economic Forum (WEF) in Davos: Dort begegnete Mobilitätstüftler Frank M. Rinderknecht (70) Mitte Januar Professorin Theresa Schmiedel (44), Leiterin des Instituts für Wirtschaftsinformatik (IWI) an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), und ihrem humanoiden Roboter «Gigi». Sofort war Rinderknecht fasziniert, wie positiv die Maschine die Menschen anspricht. Das Thema Robotik treibt Rinderknecht schon länger um. Etwa als er für den Genfer Autosalon 2015 die Fahrzeugstudie Budii kreierte, in der ein Roboterarm dem Fahrer oder dem Passagier auf dem Beifahrersitz das Lenkrad mit den Bedienkomponenten reicht.
Der Robotik, vor allem den humanoiden, also menschenähnlichen Robotern, gehört die Zukunft. Weil sie auf künstlicher Intelligenz (KI) aufbauen, spricht man auch von Physical AI – also physischer KI. «Im Prinzip bedeutet das nichts anderes, als dass KI den Bildschirm verlässt und in Form von autonomen Fahrzeugen, Drohnen oder eben menschenähnlichen Robotern wie Gigi in unsere reale Welt tritt», erklärt Theresa Schmiedel. Experten rechnen damit, dass der Gesamtmarkt für humanoide Roboter und Automatisierung bis in zehn Jahren die Schwelle von 400 Milliarden Dollar überschreiten wird.
Auch Elon Musk mischt mit
Kein Wunder ruft dies Tech-Milliardär Elon Musk (54) auf den Plan. Weil bei Tesla die Autoverkäufe schwächeln, sollen humanoide Roboter bald das neue Hauptgeschäft werden. Langfristig will er jährlich eine Million Roboter – Optimus nennt er sie – bauen. Ebenfalls am diesjährigen WEF prognostizierte Musk, dass bis Ende 2027 jeder einen Optimus zu Hause zur Unterstützung haben könnte. Freilich gibt Musk zu, dass seine Roboter in den Tesla-Fabriken aktuell noch keine nennenswerte Hilfe sind. Vielmehr gehe es darum, dass die Roboter lernen können, sagte er. Da scheint BMW weiter: Letztes Jahr testete der Münchner Autobauer einen humanoiden Roboter im US-Werk in Spartanburg, und ab Sommer arbeiten in Leipzig (D) zwei bei Hexagon Robotics in Zürich entwickelte humanoide Roboter Seite an Seite mit den Kollegen aus Fleisch und Blut.
Doch zurück zu Gigi. Auch IWI-Leiterin Theresa Schmiedel sagt über ihren Gigi, dass er noch viel lernen muss. «Und genau das soll er bei uns an der ZHAW.» Im Rahmen des Sira-Labs (sozial intelligente, verantwortungsvolle digitale Agenten) soll Gigi soziale Intelligenz vermittelt werden, beziehungsweise er soll sie sich aneignen. Schmiedel: «Gigi soll beispielsweise Sprache, Blicke, Mimik und soziale Situationen verstehen – und sich dann werteorientiert verhalten. Also so, wie es uns Menschen guttut. Er soll merken, wann und wie er uns körperlich entlasten kann, und auch, wann wir eine nette Geste – oder keinen weiteren Kommentar – brauchen.»
Die weltweit erste Roboterreise
Noch steht Gigi erst ganz am Anfang seiner Karriere. Die im Sommer geplante Tour de Suisse Robotique, wo Gigi zusammen mit Frank M. Rinderknecht ausgewählte Schweizer Innovationsstandorte besuchen wird, soll ihm bei seiner Entwicklung zum sozial intelligenten Roboter helfen. Im Austausch mit Menschen, Unternehmen und Hochschulen soll Gigi herausfinden, wie seine Fähigkeiten wahrgenommen werden – und wie er künftig als unterstützender Begleiter im Alltag sinnvoll eingesetzt werden kann. Dabei entstehen bewusst auch humorvolle und authentische Begegnungen, die zeigen, wie Technologie und Mensch miteinander wachsen können.
Die einzigartige und weltweit erste Roboterreise folgt dabei einem klaren Gedanken: vom ersten Staunen über den Aufbau von Vertrauen bis hin zur Frage, wie alltagstauglich solche Systeme künftig sein können. Die Erkenntnisse der Tour fliessen direkt in die weitere Forschung an der ZHAW ein. Gleichzeitig macht sie den Innovationsstandort Schweiz sichtbar – als Ort, an dem Zukunft nicht nur gedacht, sondern greifbar erlebt wird.
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