Dinge, welche die Welt nicht braucht
Die 10 sinnlosesten Auto-Extras

Wer sich ein neues Auto kauft, gibt gerne auch ein paar Franken mehr für coole oder praktische Extras aus. Es gibt aber auch Dinge, die nun wirklich kein Mensch braucht. Wir zeigen die Top 10 der sinnlosesten Extras fürs Auto.
Publiziert: 31.05.2023 um 07:00 Uhr
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Aktualisiert: 31.05.2023 um 08:42 Uhr
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Andreas EngelRedaktor Auto & Mobilität

10. Gestensteuerung

Wenn du an der nächsten Ampel einen BMW-Insassen beobachtest, der wild vor seinem Infotainmentsystem rumfuchtelt, dann weisst du: Er oder sie hat sich für viel Geld eine Gestensteuerung geleistet. Luftkreise drehen bedeutet: Lautstärke hoch oder runter, angedeutete Backpfeifen: Song vor oder zurück. Wir finden: Ein normaler Touchscreen tuts auch.

9. Aktiver Einparkassistent

Du siehst aus dem Küchenfenster, wie ein Auto seit zehn Minuten immer wieder an der einen Parklücke hin und her fährt? Klarer Fall: Hier möchte der Benutzer sein Hightech-Mobil autonom einparken lassen. Viele Systeme haben aber Mühe, die Lücke zu finden – das frisst Zeit. Dann doch lieber selbst einparken.

8. TV-Empfang

Das aktuelle TV-Programm im Auto zu empfangen ist an sich nichts Neues. Was für die Hinterbänkler durchaus Sinn macht, ist im Cockpit nutzlos – die Systeme funktionieren für den Fahrer nur im stehenden Fahrzeug. Wenn ihr also nicht regelmässig vor dem Gotthard stundenlang im Ferienstau auf der Stelle steht, könnt ihr euch dieses kostspielige Extra sparen.

7. Boden-Projektionen

Kaum ein Hersteller, der sie heute nicht anbietet: Projektoren im Rückspiegel, die Markenlogo, Rennpferde oder Riesenflügel auf den Boden neben Fahrer- und Beifahrertür abbilden. Was anfangs cool sein mag, nervt spätestens, wenn ihr euch im engen Stadtverkehr einmal den Rückspiegel abfahrt. Die zusätzliche Elektronik geht dann richtig ins Geld.

6. Nackenheizung

Mercedes bot den «Airscarf» als erster Hersteller in seinen Cabrios an. Eigentlich eine gute Idee. Wird es mit offenem Verdeck einmal zugig, einfach Nackenheizung an – und schon ist der Hals wohl temperiert. Aber mal ehrlich: Entweder ist es warm genug, um sich den Wind durch die Haare wehen zu lassen – oder man lässts bleiben und das Verdeck geschlossen.

5. Ambientebeleuchtung

Beim Thema Innenraum-Beleuchtung überbieten sich die Hersteller mit einem Angebot an Möglichkeiten. Ob rot, blau, gelb, grün oder eine Mischung aus allem – ein anpassbares Farb-Ambiente gehört heute zum guten Ton, pardon, zum Ausdruck purer Individualität. Doch welcher S-Klasse oder 7er-Fahrer möchte seinen Innenraum wirklich in pink gestalten?

4. Beduftungssystem

Der gute, alte Wunderbaum ist so was von out. Wer heute was auf sich hält, lässt den Innenraum mit einem fixen System beduften. Doch während man die Wunderbäume ganz einfach in die nächste Mülltonne schmeissen kann, wenn der Duft zu penetrant ist, muss man die Duftkanülen erst umständlich aus dem Handschuhfach rausfummeln. Dort verschlingen die Dinger dann auch noch das heute eh schon spärliche Platzangebot.

3. Beheiz- und kühlbare Cupholder

Getränkehalter im Auto sind wirklich praktisch. Im Sommer ist die kalte Cola griffbereit, im Winter der wärmende Kaffee. Doch ob die neudeutsch genannten Cupholder auch noch eine Kühl- und Heizfunktion brauchen? Wenn du nicht zu denen gehörst, die stundenlang am selben Getränk rumnuckeln, ist dieses aufpreispflichtige Extra definitiv für die Katz.

2. Entriegelung der Höchstgeschwindigkeit

Die Premium-Hersteller bieten für ihre sportlichen Modelle die Möglichkeit, die Höchstgeschwindigkeit von 250 auf 280 km/h zu erhöhen. Die kleine Anpassung der Software bedeutet allerdings einen grossen Eingriff ins Portemonnaie. Da hierzulande sowieso nur maximal 120 km/h Spitze erlaubt sind, kann man sich dieses Upgrade getrost sparen.

1. Riesen-Autoschlüssel

Früher waren Autoschlüssel dazu gedacht, die Türen unseres Gefährts zu öffnen. Heute werden sie immer mehr zu handflächengrossen Hightech-Geräten, über die aus der Ferne die Klimaanlage bedient oder die aktuelle Reichweite abgerufen werden kann. Der Nachteil: Die Dinger passen in keinen Hosensack mehr und wiegen fast so viel wie moderne Smartphones. Teuer sind sie ausserdem. Unser Vorschlag an die Hersteller: Monsterschlüssel weg und Funktionen aufs Smartphone auslagern.

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