Darum gehts
- Ferrari Luce erzielt 40 Mio. Dollar bei Auktion in Monterey
- Schätzpreis lag bei lediglich 1,1 Mio. Dollar
- Käufer soll Milliardär Herbert Wertheim sein
Fans waren entsetzt, als Ferrari im Mai den Luce enthüllte. Kritiker verspotteten den ersten Stromer aus Maranello (I) als «hässlichsten Ferrari aller Zeiten» und «Tupperware».
Doch der Wind hat sich gedreht: Bei den Kunden kommt der Elektro-Ferrari gut an. Das Ziel von 500 verkauften Exemplaren in diesem Jahr wurde bereits im Juli erreicht. Und nun erzielte eine Sonderanfertigung des Luce auf einer Auktion von RM Sotheby’s unglaubliche 40 Millionen Dollar (32 Millionen Franken).
Mehr als der McLaren F1 GTR
Das Chassis-Nummer-0-Unikat des Luce stellte auf der Auktion auf der Monterey Car Week legendäre Fahrzeuge wie den 1996 gebauten McLaren F1 GTR in den Schatten. Dieser kam für «nur» 35 Millionen Dollar unter den Hammer. Nur ein Shelby Cobra Daytona Coupe war mit 43 Millionen Dollar noch leicht teurer.
Eine klassische Win-win-Situation: Der Erlös kommt der wohltätigen Ferrari Foundation zugute, die sich der Förderung der Bildung verschrieben hat. Und der Hersteller kann aufatmen, weil die Berichterstattung zum Luce eine positive Wende genommen hat.
Schätzpreis lag bei 1,1 Millionen Dollar
Bleibt die Frage, weshalb sich die Bieter zu dem völlig überrissenen Preis für einen Neuwagen hochgeschaukelt haben. Der Schätzpreis lag im Vorfeld bei 1,1 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Ab Stange kostet der Luce 550'000 Dollar.
Beim Höchstbietenden soll es sich laut einem Medienbericht um Herbert Wertheim (87) handeln. «Forbes» schätzt das Vermögen des Optikers und Erfinders auf 4,9 Milliarden Dollar. Die 40 Millionen dürften den Philanthropen damit wenig schmerzen. Und immerhin bekommt er nun einen «Tailor Made»-Luce mit weisser Sonderlackierung und schwarzen Details. Ferrari verweist damit auf den ehemaligen Apple-Designer Jony Ive (59), dessen Studio den Luce gestaltet hat.