Darum gehts
- Im Frühjahr 2025 stoppte Schweden einen prorussischen Cyberangriff auf ein Heizkraftwerk
- Der Angriff richtete sich gegen Betriebssysteme, nicht gegen Websites
- Weitere Vorfälle betrafen Polen, Norwegen, Dänemark und Schweden in den letzten Monaten
Ein Heizkraftwerk in Westschweden ist im Frühjahr 2025 Ziel eines versuchten «zerstörerischen Cyberangriffs» geworden. Hinter der Attacke soll eine prorussische Aktivistengruppe stehen, wie der Zivilschutzminister Carl-Oskar Bohlin auf einer Pressekonferenz mitteilte. Glücklicherweise konnte der Angriff rechtzeitig gestoppt werden, zitiert die schwedische Tageszeitung Aftonbladet den Schweden. Der Sicherheitsdienst habe den Fall bearbeitet und einen Täter identifiziert.
Der Vorfall sei ein Beispiel für eine veränderte Vorgehensweise Russlands und unterscheide sich von gewöhnlichen Cyberangriffen, da er sich gegen sogenannte Betriebssysteme richtete, heisst es in dem Bericht zudem.
Gab es weitere Angriffe?
Prorussische Gruppen, die früher vor allem Internetseiten mit gezielten Überlastungsangriffen (sogenannten Denial-of-Service-Angriffen) lahmgelegt haben, greifen inzwischen häufiger zu deutlich schädlicheren Methoden. Dabei versuchen sie, Unternehmen und wichtige technische Anlagen in Europa direkt anzugreifen.
Laut Zivilschutzminister Bohlin gab es in den vergangenen Monaten auch in mehreren europäischen Ländern ähnliche Vorfälle. Neben Schweden waren offenbar auch Polen, Norwegen und Dänemark betroffen.