Darum gehts
- Donald Trump plant 700 Millionen Dollar für die US-Kohleindustrie bereitzustellen
- Gelder sollen Modernisierungen, neue Kraftwerke und Kohleexporte nach Asien fördern
- Kohleanteil an US-Stromerzeugung 2026: unter 20 %, 1990: über 50 %
Kohle anstatt Wind- und Sonnenenergie. Am Donnerstag kündigte US-Präsident Donald Trump (79) an, 700 Millionen Dollar für die Kohleindustrie bereitzustellen. Dafür werde er Notstandsgesetze aus der Zeit des Kalten Krieges in Anspruch nehmen. In der betreffenden Pressekonferenz beschreibt Trump den Brennstoff immer wieder als «wunderschöne, saubere Kohle».
Mit dem Geld sollen Dutzende Kohlekraftwerke in den USA modernisiert und renoviert werden. Auch soll das Geld den Bau von zwei neuen Kraftwerken unterstützen und die Finanzierung eines Kohleexportterminals an der Westküste fördern. Ausserdem soll der Export von amerikanischer Kohle, vor allem nach Asien, weiter gefördert werden.
Die Trump-Administration hat die Energiepolitik laut dem Präsidenten zu einer Frage der nationalen Sicherheit erklärt. Es gehe darum, die Stromversorgung von KI-Rechenzentren sicherzustellen und die Abhängigkeit von anderen Ländern zu verringern. Die Kohleindustrie hatte in den USA während der letzten 30 Jahre stark an Bedeutung verloren. Während das «Schwarze Gold» 1990 noch für mehr als die Hälfte der US-amerikanischen Stromerzeugung verantwortlich war, trägt es heute weniger als einen Fünftel bei.
Kritik von Umweltschützern
Laut der Nachrichtenagentur Reuters stiess Trumps Kohle-Plan bei Umweltschützern auf scharfe Kritik. «Es ist widerlich und verwerflich, dass der Präsident der Vereinigten Staaten unsere Steuergelder an tödliche und teure Kohlekraftwerke verschwendet», sagte US-Umweltschützer Patrick Drupp. Er bezeichnete den Plan als steuerfinanzierte Subvention für eine umweltverschmutzende Industrie.