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Trump über Bidens Aussetzer während der Debatte:«Ich habe gerade keine Ahnung, was er sagt»

Biden gibt sich nach TV-Debakel kämpferisch
«Ich kann diesen Job machen»

Nach vielen gegenseitigen Attacken galt es diese Nacht ernst: Im ersten TV-Duell vor der US-Wahl im November standen sich Amtsinhaber Joe Biden und Herausforderer Donald Trump gegenüber – ihr erstes Aufeinandertreffen seit Oktober 2020. Der Verlierer ist klar.
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Der Live-Schlagabtausch zwischen US-Präsident Joe Biden (r.) und Herausforderer Donald Trump ist eröffnet.
Foto: Getty Images
Kestenhole Autor Blick Profilbild
Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

Das letzte Mal gaben sie sich bei der US-Präsidentschaftsdebatte am 22. Oktober 2020 die Hand. Seither haben sich ihre Wege nicht mehr gekreuzt. Der vor vier Jahren abgewählte US-Präsident Donald Trump brach später auch Protokoll und weigerte sich, am 20. Januar 2021 bei der Amtseinsetzung von US-Präsident Joe Biden (81) dabei zu sein. Trump empfing den neuen Bewohner auch nicht persönlich im Weissen Haus, wie es bei Machtwechseln in den USA sonst immer Usanz war.

Faktor Gesundheit

Die Debatte beginnt um 3 Uhr Schweizer Zeit. Blick tickert das Duell hier live. Jetzt sehen US-Wahlbürger, ja die ganze Welt, mit eigenen Augen, wie es auch um die geistige Fitness von Biden und Trump steht. Wie haben sich die beiden in den letzten vier Jahren verändert?

Das Trump-Lager macht angebliche Alters- und Gesundheitsprobleme von Biden zum Chefthema. Biden werde von «Betreuern» geschützt und patze vor Publikum immer wieder mit Aussetzern und Versprechern. Biden hat sich vor der Debatte eine Woche lang auf Camp David zurückgezogen, um sich für das TV-Duell coachen zu lassen.

Ungewöhnliches Debattenformat

Diese erste von drei TV-Debatten vor dem Wahlgang am 5. November ist in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich. Veranstalter CNN führt Sicherheits- und Platzprobleme an, weshalb kein Live-Publikum und keine Journalisten im Fernsehstudio zugelassen seien. Der Sender lässt nur eine begrenzte Anzahl von Fotografen im Debattenraum zu. Etwa 800 weitere Personen, zumeist Journalisten, werden in einem Gebäude gegenüber dem Hauptstudio eine Übertragung verfolgen.

Im Gegensatz zu früheren Debatten wird auch das Mikrofon des Kandidaten stummgeschaltet, der gerade nicht spricht. Die strikten Regeln führen zu Befürchtungen, dass bei der Debatte etwas passieren könnte, das nur CNN-Journalisten mitbekommen. Zum Beispiel, dass Gesten und Bemerkungen während der CNN-Berichterstattung übersehen werden.

Beobachtern zufolge dürften die Debattenregeln Biden gegenüber Trump bevorzugen. Trump unterbricht gerne und kommt am besten mit einem Publikum zurecht.

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