Wegen Kriminalität von «Nicht-Europäern»
Rom macht Touristen-Wahrzeichen zur Gefahrenzone

Rund um das Kolosseum in Rom herrscht Alarmstufe Rot: Wegen Gewalt und Diebstahl wurde eine Sicherheitszone eingerichtet. Die Massnahme gilt bis Weihnachten und richtet sich explizit gegen nicht-europäische Tätergruppen.
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Erhöhte Sicherheitspräsenz von Carabinieri in Roms neuer «Red Zone» um das Kolosseum und weitere touristische Sehenswürdigkeiten.
Foto: Screenshot usmia.it

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das Kolosseum in Rom ist seit dem 24. August «Red Zone»
  • Hintergrund: Kriminalität durch überwiegend junge Tätergruppen ausserhalb der EU
  • Massnahme gilt bis 24. Dezember, verstärkte Polizeipräsenz angekündigt
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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

Eines der berühmtesten Wahrzeichen von Rom wird zur «Red Zone»: Rund um das Kolosseum gelten wegen Kriminalität und Gewalt verschärfte Sicherheitskontrollen. Laut der römischen Präfektur werden die Probleme vor allem von Gruppen junger Menschen ausserhalb der EU verursacht.

Das Kolosseum, die Kaiserforen und der Hügel Colle Oppio gehören seit dem 24. August offiziell zu den «zone rosse» der italienischen Hauptstadt. Die Massnahme wurde per Verordnung der Präfektur Rom eingeführt und gilt vier Monate – bis Heiligabend.

Hintergrund sind laut Verordnung anhaltende Probleme mit Raub, Diebstählen und Drogenhandel. Wie CNN berichtet, sind Touristen rund ums Kolosseum insbesondere von «gewaltsamen» Taschendiebstählen und Raub betroffen.

«Überwiegend nicht-europäischer Herkunft»

Besonders brisant ist die Beschreibung der mutmasslichen Tätergruppen. Roms für Sicherheit zuständiger Präfekt Lamberto Giannini (62) schreibt in der Verordnung, die entsprechenden Delikte würden «prevalentemente da frange di soggetti di giovane età di origine extracomunitaria» begangen – also «überwiegend von Gruppen junger Menschen nicht-europäischer Herkunft», wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa den Präfekten zitiert.

Als weiteren Faktor nennt die Präfektur die neue Metro-C-Station «Colosseo». Sie verbindet das Kolosseum direkt mit den östlichen Randbezirken Romanina und Casilino, die sozial und wirtschaftlich deutlich schwächer dastehen als die wohlhabenden Viertel im Norden und Zentrum Roms. Jene jungen Gruppen, die laut Behörden für einen Grossteil der Delikte verantwortlich sind, kommen vorab aus diesen ärmeren Stadtteilen.

50 Männer umringen Polizisten

Wie angespannt die Situation ist, zeigt ein Vorfall vom 1. Juli. Laut den römischen Behörden kam es während einer nicht genehmigten Party auf dem Platz vor dem Kolosseum zu einem Polizeieinsatz.

In der Verordnung wird der Vorfall so beschrieben: «un gruppo di circa 50 soggetti extracomunitari ha opposto resistenza» – eine Gruppe von rund 50 Menschen ausserhalb der EU habe Widerstand geleistet.

Die Gruppe habe mehrere Polizisten umringt. Zwei Beamte wurden dabei leicht verletzt.

Mehr Kontrollen bis Weihnachten

Mit der «Red Zone» sollen die Sicherheitskräfte nun stärker gegen die Kriminalität in dem Gebiet vorgehen. Polizei und Carabinieri werden dort verstärkt präsent sein. Die Massnahme ist zunächst bis zum 24. Dezember befristet.

Auch andere Gebiete Roms stehen unter besonderer Beobachtung. Die «Red Zones» in Esquilino und San Lorenzo wurden bestätigt beziehungsweise ausgeweitet. Besonders rund um den Hauptbahnhof Termini sehen die Behörden weiterhin erheblichen Handlungsbedarf.

Das Kolosseum bleibt für Touristen geöffnet. Doch ausgerechnet rund um eines der berühmtesten Wahrzeichen der Welt gilt jetzt eine offizielle Sicherheitszone.

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