Wegen Social-Media-Sucht
Google und Meta müssen Frau 3 Millionen zahlen

Ein US-Gericht hat Meta und Google für Social-Media-Sucht bei Kindern haftbar gemacht. Das Urteil vom 25. März 2026 in Los Angeles könnte wegweisend für Tausende ähnliche Fälle weltweit sein.
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Die Anwältin der Frau und Angehörige haben allen Grund zu feiern. Sie haben gegen Meta und Google gewonnen.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Meta und Google müssen 3 Millionen Schadensersatz zahlen
  • Urteil in Los Angeles
  • Apps gezielt süchtig machend, Klägerin seit Kindheit betroffen, weitere Klagen möglich
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Johannes HilligRedaktor News

Meta und Google sind für Schäden durch süchtig machende Social-Media-Plattformen haftbar. Eine Jury in Los Angeles verurteilte die Tech-Giganten am Mittwoch zu einer Schadenersatzzahlung von 3 Millionen Dollar. Der Fall könnte wegweisend für Tausende ähnliche Klagen in den USA sein, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Im Zentrum des Prozesses stand eine heute 20-jährige Frau, die angab, bereits als Kind süchtig nach Plattformen wie Youtube und Instagram geworden zu sein. Die Kläger argumentierten, dass das Design der Apps darauf abzielt, Nutzer so lange wie möglich zu binden.

Einigung vor Prozessbeginn

Diese Fokussierung auf die Plattformgestaltung erschwerte es den Unternehmen, die Haftung abzuwehren. Neben Meta und Google waren auch Snap und TikTok in den Fall verwickelt.

Beide Plattformen einigten sich jedoch vor Prozessbeginn aussergerichtlich mit der Klägerin. Die genauen Details der Vereinbarung wurden nicht veröffentlicht. Meta erklärte nach der Urteilsverkündung: «Wir sind mit dem Urteil nicht einverstanden und prüfen unsere rechtlichen Möglichkeiten.» Google gab zunächst keinen Kommentar ab.

Weitere Prozesse gegen Tech-Giganten stehen bevor

Laut dem Pew Research Center nutzen über die Hälfte der amerikanischen Teenager täglich Plattformen wie Instagram oder Youtube. Während der US-Kongress bisher keine umfassenden Gesetze zu sozialen Medien verabschiedet hat, haben mindestens 20 Bundesstaaten im Jahr 2025 Gesetze zur Regulierung der Social-Media-Nutzung bei Kindern eingeführt. Dazu gehören Massnahmen wie Altersverifikationen und Einschränkungen beim Smartphone-Einsatz in Schulen.

Weitere Prozesse gegen Tech-Giganten stehen bevor. Ein Fall, der von mehreren Bundesstaaten und Schulbezirken angestrengt wurde, soll im Sommer 2026 vor einem Bundesgericht in Oakland, Kalifornien, verhandelt werden. Ein separater Prozess in Los Angeles ist für Juli geplant und betrifft Plattformen wie Instagram, YouTube, TikTok und Snapchat. 

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