Wegen Mordverdachts
Sohn von Mango-Gründer Isak Andic (†71) verhaftet

Mordverdacht gegen Jonathan Andic (45): Der Sohn des Mango-Gründers wurde in Barcelona festgenommen. Sein Vater starb 2024 bei einer gemeinsamen Wanderung, doch Widersprüche belasten ihn. Ermittler prüfen seine Aussagen und neue Hinweise.
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Der Sohn des Mango-Gründers Isak Andic wurde in Barcelona festgenommen.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jonathan Andic verhaftet, verdächtigt, Vater Isak Andic im Dezember 2024 getötet zu haben
  • Ermittler fanden Widersprüche in Jonathans Aussagen und familiäre Spannungen auf
  • Isak Andic hinterliess 3 Mrd. Euro Vermögen und tausende Mango-Filialen
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Daniel MacherRedaktor News

Die katalanische Polizei am Dienstagmorgen Jonathan Andic (45) Sohn des verstorbenen Mango-Gründers Isak Andic (†71), in dessen Wohnhaus festgenommen und zur Vorführung bei einer Ermittlungsrichterin gebracht. Das berichtet die «Jüdische Allgemeine». Ob eine Untersuchungshaft angeordnet wird, ist derzeit noch offen. Jonathan Andic wird verdächtigt, seinen Vater ermordet zu haben.

Der Unternehmer und Gründer des Modekonzerns Mango war im Dezember 2024 im Monserrat-Gebirge bei Barcelona mit seinem ältesten Sohn Jonathan wandern, als er einen Abhang hinunterstürzte und starb. Zunächst gingen alle Beteiligten von einem Unfall aus. Doch schon bald kamen Zweifel an der von Jonathan Andic geschilderten Version des Geschehens auf.

Ermittler sprachen von «Ungenauigkeiten»

Spanische Medien berichteten im Oktober 2025, dass seine Aussagen als Zeuge teilweise widersprüchlich gewesen seien und nicht mit den Erkenntnissen der Spurensicherung im Montserrat-Gebirge übereinstimmten. In den Ermittlungen sei von «Ungenauigkeiten» die Rede gewesen.

Auch Hinweise aus dem Umfeld der Familie belasteten die ursprüngliche Darstellung zusätzlich. So soll die Lebensgefährtin des Verstorbenen, die Profigolferin Estefania Knuth (53), ausgesagt haben, dass das Verhältnis zwischen Vater und Sohn in den Wochen vor dem Unglück stark angespannt gewesen sei.

Modekonzern mit Tausenden Filialen

Die Familie Andic betont weiterhin, Jonathan Andic sei nicht für den Tod seines Vaters verantwortlich, und kündigte Kooperation mit den Ermittlungsbehörden an. Man hoffe auf eine rasche und vollständige Klärung des Falls.

Isak Andic, der aus einer jüdischen Familie aus Istanbul stammte und 1969 nach Spanien auswanderte, hatte als Selfmade-Unternehmer ein Vermögen von rund drei Milliarden Euro aufgebaut. Mit Mango schuf er einen internationalen Modekonzern mit Tausenden Filialen weltweit. Seine drei Kinder gelten als Haupterben, zudem wurde auch seine Lebensgefährtin im Testament bedacht – über deren Anteil soll es Medienberichten zufolge ebenfalls Unstimmigkeiten geben.

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