Darum gehts
- Trump will Militärübungen mit Südkorea «erheblich reduzieren», Pentagon angewiesen
- Er nennt Manöver teuer und «feindselig» gegenüber Nordkorea, lobt Kim
- 18'000 südkoreanische Soldaten bei «Ulchi Freedom Shield» ab 17. August geplant
US-Präsident Donald Trump (80) hat das Pentagon angewiesen, die gemeinsamen jährlichen Militärübungen mit Südkorea «erheblich zu reduzieren». Grund: Seine «sehr gute Beziehung» zu Nordkoreas Diktator Kim Jong Un (42).
«Völlig unangemessen und feindselig»
In einem Post auf Truth Social schrieb Trump am Sonntag, die Manöver seien nicht nur teuer, sondern sendeten ein «total unangemessenes und feindliches» Signal an Nordkorea. «Ein Land, das, solange Donald J. Trump Präsident ist, unbedrohlich und respektvoll war», lobte er Kim.
Die jährlichen «Ulchi Freedom Shield»-Drills sollten eigentlich am Montag mit 18'000 südkoreanischen Soldaten starten. Zu spät zum Absagen – aber Trump befahl Verteidigungsminister Pete Hegseth (46), sie «substanziell zu kürzen».
Versteht sich hervorragend mit Kim
Tags zuvor hatte Trump ein altes Foto von sich und Kim aus 2019 gepostet: «Trotz unfreundlichem Blick auf diesem Bild – wir kommen grossartig miteinander aus!» Das Bild zeigt die beiden an der innerkoreanischen Grenze in Panmunjom.
Beobachter sehen darin ein Druckmanöver, um nach dem Iran-Kriegsstillstand neue diplomatische Erfolge zu erzwingen. Denn Trump zürnt offen Seoul: Er habe Südkoreas Präsidenten gefragt, ob sie bei der «Denuklearisierung der Islamischen Republik Iran» mitmachen wollten – Antwort: «No thanks!»
Nordkorea hatte vor Beginn der Manöver zwei Raketen getestet und die Übungen als «Invasionsprobe» verdammt.