Darum gehts
- Flughafen London City am Montag evakuiert wegen Sicherheitsbedenken bei Aufgabegepäck
- Laptop mit Lithium-Ionen-Akku im Gepäck sorgte für Abbruch des Abflugs
- Hunderte Passagiere betroffen, genaue Dauer der Störung noch unbekannt
Für eine Schweizer Männergruppe wird die Heimreise von London nach Zürich zur Geduldsprobe. Nachdem ihr Flug bereits am Sonntag wegen Unwetters gestrichen worden war, kam es am Montag am Flughafen London City erneut zu Problemen – mit weitreichenden Folgen für zahlreiche Passagiere.
«Wir wollten eigentlich schon gestern nach Hause fliegen», berichtet ein Leserreporter gegenüber Blick. Wegen schlechter Wetterbedingungen sei der Flug jedoch kurzfristig annulliert worden. Die Gruppe habe daraufhin die Nacht in London verbringen müssen und sei am Montag erneut zum Flughafen aufgebrochen.
Doch auch der zweite Anlauf scheiterte: Die Männer hätten bereits im Flugzeug gesessen und auf den Start gewartet, als der Pilot den Abflug plötzlich abbrach.
Laptop im Aufgabegepäck entdeckt
Dem Leser zufolge nahm der Pilot in der Maschine einen Laptop aus dem Aufgabegepäck einer Passagierin – ein Vorgang, der so nicht zulässig gewesen sein soll. Kurz darauf habe sich der Pilot an die Passagiere gewandt und eingeräumt: «Ich habe gerade einen grossen Fehler gemacht.»
In der Folge sei entschieden worden, das Flugzeug zu räumen. Die Passagiere wurden zurück in den Duty-Free-Bereich geleitet.
Doch auch dieser Schritt hatte offenbar Konsequenzen: Der Aufenthalt der Passagiere ausserhalb der vorgesehenen Sicherheitsprozesse soll die Situation weiter verkompliziert haben.
Flughafen wird geräumt
Denn daraufhin habe die Flughafenleitung alle Reisenden aufgefordert, das Terminal zu verlassen. Der Flughafen London City wurde evakuiert, zahlreiche Passagiere mussten das Gebäude verlassen und warten nun auf weitere Informationen. «Sogar das Personal musste raus», berichtet der Leserreporter.
Wie lange die Unterbrechung dauern wird und welche Auswirkungen sie auf den Flugbetrieb hat, ist derzeit unklar. Der Leser befürchtet, dass die Situation zu weiteren erheblichen Verzögerungen führen könnte. «Wir haben Angst, dass jetzt sämtliche Gepäckstücke und Flugzeuge nochmals überprüft werden müssen», sagt er.