Darum gehts
- US-Militärflugzeug landete am 25. August in Moskau, Zweck unbekannt
- Flugzeug startete in Riga, keine offiziellen Angaben zu seiner Mission
- Identifiziert als Flug RCH4555, Kennung 07-7181, Ukraine-Konflikt im Fokus
Ein US-Militärtransportflugzeug hat am Dienstag für Aufsehen gesorgt: Laut Flugdaten landete eine Boeing C-17A Globemaster III der US Air Force in Moskau – Ziel und Zweck des Fluges blieben völlig im Dunkeln. Wie CBS am späten Dienstagnachmittag schreibt, soll aber CIA-Direktor John Ratcliffe an Bord der Maschine gewesen sein.
Er soll wegen eines oder mehreren Treffens in Moskau sein. Auf den Strassen wurden bereits mehrere Autos mit amerikanischen Diplomaten-Kennzeichen gesichtet, heisst es vonseiten russischer Medien
Der Kreml gibt sich ahnungslos
Die Trackingdaten von FlightRadar24 zeigen, dass die Maschine kurz nach 10 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen Wnukowo landete, nachdem sie zwei Stunden zuvor in der lettischen Hauptstadt Riga gestartet war. Ursprünglich war das Flugzeug bereits am Sonntag von der Joint Base Andrews in Maryland aus losgeflogen und hatte am 23. August einen Zwischenstopp in Riga eingelegt.
Sprecher Dmitri Peskow (58) sagte, ihm lägen keine Informationen zu dem Flugzeug vor. Auch das US-Militär, das Weisse Haus, die US-Botschaft in Moskau sowie die russische Botschaft in Washington liessen Anfragen zunächst unbeantwortet.
Ein Sprecher des US European Command erklärte lediglich, man habe keine Informationen zu den Trackingdaten anzubieten. Öffentlich einsehbare Flugpläne nannten kein Reiseziel für die Maschine. Identifiziert wurde sie als Flug RCH4555 mit der Kennung 07-7181.
Spekulation über hochrangige Beamte
C-17-Transporter dienen normalerweise dem Transport von Truppen oder Fracht zwischen Militärstützpunkten. Da Andrews einer der wichtigsten Abflughäfen für US-Regierungsvertreter ist, wurde aber bereits spekuliert, ob hochrangige Beamte an Bord gewesen sein könnten – etwa Verteidigungsminister Pete Hegseth, dessen Aufenthaltsort jedoch für Montag in Nebraska und Wisconsin dokumentiert war, weit weg von Moskau.
Brisant ist der Zeitpunkt
Die USA-Russland-Diplomatie zur Ukraine steckt derzeit fest, Reuters berichtete von stockenden Kontakten. Deutschland drängt Aussenminister Marco Rubio (55) zu stärkerem Engagement, während Moskau erklärt, weiterhin offen für neue US-Vorschläge zu sein. Auch zu einem möglichen erneuten Besuch der Sondergesandten Jared Kushner (45) und Steve Witkoff (69) gab es aus dem Kreml keine neuen Angaben.
Zudem berichtete Reuters, dass die Ukraine gemeinsam mit US- und europäischen Vertretern einen neuen Vorschlag für Moskau ausgearbeitet habe – was der mysteriösen Landung eine zusätzliche Brisanz verleiht. Offizielle Erklärungen bleiben jedoch bislang aus.