Leuchtend orange steht eine Bergkette am Horizont in Flammen. Dunkle Rauchwolken ziehen über die griechische Ägäis-Insel Paros. Aufnahmen eines Blick-Lesers zeigen die verheerende Lage auf der beliebten Ferieninsel. Schon seit Stunden kämpfen Feuerwehrleute dort gegen einen massiven Waldbrand. Mehrere Ortschaften wurden wegen der sich immer weiter ausbreitenden Flammenfront bereits evakuiert. Lokale Medien berichten von Bewohnern, die auf Anweisung der Rettungskräfte an die Strände flüchten. Ein Screenshot eines Blick-Lesers, der sich auf Paros befindet, zeigt eine dementsprechende Anweisung.
Wie die Zeitung «Proto Thema» berichtet, stehen die Feuerwehrleute seit Dienstagmittag im Dauereinsatz. Insgesamt seien 66 Feuerwehrleute im Einsatz, unterstützt durch Waldbrandbekämpfungsteams aus Athen sowie fünf Helikopter und zwei Löschflugzeuge. Weitere 20 Feuerwehrleute sollen aus der Kleinstadt Rafina vom Festland aus dazustossen.
Feuer breitet sich an zwei Fronten aus
«Wir haben noch kein klares Bild vom Ausmass der Schäden. Bisher wissen wir, dass zwei Ställe abgebrannt sind», erklärte der stellvertretende Bürgermeister von Paros für Katastrophenschutz, Haris Giourtzidis, gegenüber «Skai» und fügte hinzu, dass «der Wind ständig und sehr stark weht», was die Arbeit der Feuerwehr erschwere. Neun Ortschaften mussten bereits evakuiert werden.
Das Feuer auf Paros breitet sich laut Medienberichten in zwei Richtungen aus: Eine Front bewegt sich in Richtung Faragas-Strand, die andere in Richtung Tripiti. Insbesondere die Ortschaft Agkairia ist von den Flammen betroffen. Die Lage könnte sich am Mittwoch noch weiter verschärfen. Ab Mittwoch besteht auf Paros ein hohes Waldbrandrisiko der Kategorie 3. Die Behörden bleiben deshalb in erhöhter Alarmbereitschaft, bis das Feuer unter Kontrolle gebracht ist.
Auch von der Nachbarinsel sind die verheerenden Flammen zu sehen
Ein Blick-Leser befand sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs noch auf Paros. Löschflugzeuge und Helikopter seien am Dienstag bis in die Nacht im Einsatz gewesen. Vor Ort seien viele Einsatzfahrzeuge ausgerückt.
Mittlerweile befindet sich der Leserreporter auf der Nachbarinsel Antiparos. Auch von dort aus sind die verheerenden Flammen noch zu sehen. «Das Ganze entwickelt sich zu einer richtigen Katastrophe! Das Feuer breitete sich mit dem Wind in 3 Stunden weiter nach Süden aus», schildert der Leser.
Ein weiterer Blick-Leser befindet sich im Süden der Insel. «Es ist eindrücklich zu sehen, wie seit gestern das Feuer ausser Rand und Band gekommen ist.» Weiter berichtet er: «Die Winde sind sehr stark, sodass das Feuer sich massiv ausgebreitet hat.»