200 Passagiere stranden in Kambodscha
Millionenteure Kreuzfahrt endet statt nach 15 nach zwei Jahren

Sie wollten jahrelang auf See leben, nun sitzen rund 200 Menschen in Kambodscha fest: Die Odyssey von Villa Vie Residences fährt wegen hoher Treibstoffkosten vorerst nicht weiter.
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Sie wollten Jahre auf einer Kreuzfahrt verbringen: Jetzt ist das Paar aus den USA in Kambodscha gestrandet.
Foto: AFP

Darum gehts

  • Rund 200 Passagiere mussten in Kambodscha wegen hoher Treibstoffkosten von Bord der Odyssey
  • Randy und Kit Cassingham zahlten rund 1 Million Dollar und wollen wieder an Bord
  • Frühere Kreuzfahrt-Pannen: Ausfälle, Fäkalien an Bord und abgesagte Reisen
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Pauline BouillonRedaktorin News Desk

Es sollte der Traum ihres Lebens werden – doch plötzlich endete die Luxusreise in Kambodscha: Randy Cassingham und seine Frau Kit investierten rund eine Million Dollar, um 15 Jahre auf einem Kreuzfahrtschiff die Welt zu entdecken. Doch nach rund zwei Jahren wurde der Traum zum Albtraum: In Kambodscha mussten die Passagiere das Schiff verlassen. Wie die «Daily Mail» berichtet, mussten sie gemeinsam mit rund 200 weiteren Passagieren von Bord. Der Grund: finanzielle Probleme des Betreibers und stark gestiegene Treibstoffkosten.

Statt neue Länder zu entdecken, standen die Reisenden plötzlich ohne Schiff da. Für das US-Paar bedeutet das ein abruptes Ende einer Reise, für die es viel Geld und Zeit investiert hatte. Doch überraschenderweise bereuen die beiden ihren Entscheid nicht.

Eine Million Dollar für den Traum auf See

Ihr Plan war es, dem Alltag zu entfliehen und dauerhaft auf dem Meer zu leben – ohne ständig Koffer zu packen, Flüge zu buchen oder Hotels zu suchen.

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Trotz des abrupten Endes zieht Cassingham eine positive Bilanz: «Es war ein grossartiges Abenteuer.» Sollte die Kreuzfahrt wieder aufgenommen werden, würde er erneut an Bord gehen.

Wenn die Kreuzfahrt zur Kloake wird

Dass eine Schiffsreise zum Albtraum werden kann, zeigte bereits 2013 die Carnival Triumph. Mehr als 3000 Passagiere freuten sich auf Ferien in der Karibik, als ein Feuer im Maschinenraum wichtige Systeme lahmlegte. Das Schiff trieb manövrierunfähig im Golf von Mexiko. Der Strom fiel teilweise aus, die Toiletten streikten. Abwasser, Gestank und improvisierte Notdurft bestimmten tagelang den Alltag.

Die Zustände waren derart schlimm, dass die Reise als «Poop Cruise» – auf Deutsch etwa «Kack-Kreuzfahrt» – in die Geschichte einging. Passagiere mussten auf Deck schlafen, bis ein Schlepper das Schiff nach Mobile im US-Bundesstaat Alabama brachte. Die Geschichte erlebte zuletzt mit dem Netflix-Film «Trainwreck: Poop Cruise» ein Comeback.

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Alles verkauft – und dann gab es kein Schiff

Auch 2023 platzte für viele Reisende ein Traum: Kara und Joe Youssef wollten an einer dreijährigen Weltreise von Life at Sea Cruises teilnehmen. Sie verkauften ihre Wohnung und zahlten rund 80'000 Dollar für eine Kabine.

Doch die Reise fand nie statt. Der Veranstalter fand kein geeignetes Schiff, weil Buchungen ausblieben und Investoren absprangen. Das Paar war bereits nach Istanbul gereist, um an Bord zu gehen. Statt der Weltreise wartete nur ein Hotelzimmer – und der bange Kampf um das verlorene Geld.

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