Hier soll der Täter überwältigt worden sein
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Passanten zeigen Courage:Hier soll der Täter überwältigt worden sein

Viele Verletzte
Amokraser von Modena war in psychiatrischer Behandlung

Acht Menschen wurden am Samstag in der italienischen Stadt Modena verletzt. Vier davon schwer. Dafür verantwortlich ist ein 31-jähriger Italiener mit marokkanischen Wurzeln.
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In Modena wurden am Samstag zahlreiche Menschen teils schwer verletzt.
Foto: imago/Independent Photo Agency Int.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mann rast in Menschenmenge in Modena, verletzt acht Personen
  • Fahrer Salim El Koudri litt an einer schizoiden Persönlichkeitsstörung
  • Vier Menschen schwer verletzt, zwei davon verloren beide Beine, Frau in Lebensgefahr
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Angela RosserJournalistin News

Mit seinem Auto raste am Samstag ein Mann in eine Gruppe von zehn Personen auf dem Largo Porta Bologna in Modena und durchbrach die Schaufensterscheibe eines Bekleidungsgeschäfts. Acht Personen wurden dabei verletzt, vier davon schwer.

Der Fahrer flüchtete und stach bei seiner Flucht auf einen Passanten ein, der ihn aufhalten wollte. Wenig später konnte der Mann, der als der 31-jährige Salim El Koudri identifiziert werden konnte, festgenommen werden.

Hochschulabschluss und keine Vorstrafen

Viel ist über den italienischen Staatsbürger mit marokkanischen Wurzeln nicht bekannt. Wie verschiedene italienische Medien schreiben, wurde er in Bergamo geboren und lebte seit einigen Jahren in der Provinz Modena.

Er ist nach bisher bekanntgewordenen Erkenntnissen nicht vorbestraft und verfügt über einen Hochschulabschluss in Wirtschaftswissenschaften. Zuletzt soll er sich Berichten zufolge auf Jobsuche befunden haben. Wie erste Ermittlungsergebnisse zeigen sollen, stand er bei seiner Tat weder unter Alkohol- noch unter Drogeneinfluss.

Psychische Erkrankung

Einige Medien berichten, dass El Koudri bis vor zwei Jahren in psychischer Behandlung war. Aus seinen Krankenakten, die Ermittlerinnen und Ermittler sicherstellten, geht hervor, dass er an einer schizoiden Persönlichkeitsstörung litt.

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Es gilt nun herauszufinden, ob die Tat auf eine psychische Krankheit zurückzuführen ist oder nicht. Auch die Option eines Amoklaufs mit radikalisiertem Hintergrund wurde oft genannt. Bei einer Hausdurchsuchung bei dem 31-Jährigen jedoch konnten, gemäss Berichten, keine Hinweise auf extremistische Verbindungen oder eine islamistische Radikalisierung gefunden werden. Bisher gibt es auch kein Bekennerschreiben und keine Gruppe, die den Anschlag reklamiert hat.

Amputierte Beine und Lebensgefahr

Offiziell gilt das Motiv nach wie vor als unbekannt und ist Gegenstand laufender Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft Modena leitet ein Verfahren wegen mehrfachen versuchten Mordes ein. Die Verletzten wurden in Kliniken in Modena und Bologna gebracht. Einer Frau und einem Mann mussten je beide Beine amputiert werden. Die Frau schwebe aktuell noch in «akuter Lebensgefahr», heisst es.

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