Von Buffet-Schock bis Serienmörder
Wenn Traumferien tödlich enden

Eine Leiche im Wassertank, ein Toter im Hotelzimmer aufgrund Kohlenmonoxid-Vergiftung und Vergiftungen am Hotelbuffet – der Fall der verstorbenen Familie in der Türkei weckt Erinnerungen an weitere Geschichten von tödlichen Horrorferien.
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Die Ferien in der Dominikanischen Republik sollten für die Familie Gougeon aus Kanada unvergesslich werden.
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Darum gehts

  • Familie in Türkei-Ferien verstorben
  • Mutter und Sohn in Dominikanischer Republik an Lebensmittelvergiftung gestorben
  • Junge Frauen auf Sri Lanka gestorben – Verdacht auf Pestizide
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Angela RosserJournalistin News

Im Fall der Familie aus Deutschland, die in den Türkei-Ferien gestorben ist, kommen immer neue Details ans Licht. Am Anfang hiess es, dass sich die Eltern und die beiden kleinen Kinder beim Verzehr von Streetfood eine schlimme Lebensmittelvergiftung eingefangen hätten.

Nun wurde bekannt, dass es auch ein Fehler des Hotels hätte sein können. Die neue Theorie dreht sich um eine fehlerhaft durchgeführte Schädlingsbekämpfung. Ein vorläufiger Bericht vom Dienstag bestätigte diese Theorie. Das Hotel, in dem die Opfer wohnten, hatte zuvor die Zimmer teilweise mit Chemikalien gegen Bettwanzen behandelt. Die tragische Geschichte der Familie weckt Erinnerungen an ältere Berichte über Menschen, die in den Ferien gestorben sind oder in Hotels Vergiftungen erlitten haben.

Millionenklage nach Tod von Mutter und Sohn

Die Familie von April Gougeon (†41) und ihrem Sohn Oliver (†8) aus Toronto verklagte Anfang 2025 das Viva Dominicus Beach by Wyndham Resort in der Dominikanischen Republik. Die Mutter und einer ihrer Söhne waren im Dezember 2023 gestorben. Der Gerichtsmediziner kam gemäss der Klageschrift zum Schluss, dass die beiden an «Folgeursachen einer Lebensmittelvergiftung» gestorben sind.

Die vierköpfige Familie hatte nach dem Check-in am Buffet zu Abend gegessen. Kurz darauf wurden alle schwer krank. In dem Dokument heisst es weiter, dass der Antrag auf medizinische Hilfe auf ihrem Zimmer abgewiesen worden sei. Danach wurden die vier in ein Spital gebracht, wo die Mutter und der achtjährige Sohn starben.

Der Vater und der zweite Sohn konnten nach der Behandlung im Spital die Heimreise nach Toronto antreten – ohne die Mutter und ohne den Bruder. «Diese Familie wurde auf so vielen Ebenen im Stich gelassen», urteilt die Anwältin der Familie. Das Hotel weist die schweren Vorwürfe zurück. Die Familie verklagt das Resort auf mehrere Millionen. Abgeschlossen ist der Fall noch nicht.

Blutiges Erbrochenes und ein Todesfall

Ein Bild, das einer Google-Rezension angehängt ist, ist nichts für schwache Nerven. Ein Mann erbricht Blut auf einen gefliesten Boden. So soll es noch mindestens zehn anderen im Clandestino Hostel in Canggu auf Bali ergangen sein, als es im September zu einer schweren Massenvergiftung kam.

Eine junge Chinesin ist sogar gestorben. Die Gäste entwickelten nach dem gemeinsamen Abendessen akute Symptome wie Durchfall, Erbrechen und hohes Fieber, wie die «Daily Mail» schreibt. Die junge Reisende aus China wurde über zwölf Stunden lang nicht medizinisch versorgt und starb am nächsten Morgen in ihrem Bett. Lokale Ärzte stellten bei den ins Spital eingelieferten Patienten akute Gastroenteritis sowie hypovolämische und septische Schocks fest, in einigen Fällen wurde die Ursache auf Pestizid- und Lebensmittelvergiftung zurückgeführt.

Touristinnen sterben in Sri Lanka

Im Februar 2025 starben zwei junge Europäerinnen in Sri Lanka. Das Zimmer der Britin Ebony McIntosh und der Deutschen Nadine Raguse im Miracle Colombo City Hostel war, gemäss Aussagen von Zeuginnen und Zeugen, mit Mitteln zur Schädlingsbekämpfung behandelt worden.

Ebony und andere Gäste des Hostels litten an schweren Vergiftungssymptomen wie Erbrechen, Übelkeit und Atemnot. Die 24-Jährige kollabierte, brach zusammen und verstarb später im Spital. So auch Nadine Raguse. Das Hostel wurde vorübergehend geschlossen, scheint nun aber wieder geöffnet zu haben.

Kohlenmonoxid – der unsichtbare Tod

Ende Februar 2024 verstarb in Heringsdorf in Deutschland ein 56-jähriger Hotelgast an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gab es Hinweise auf Wartungsfehler an der Heizungsanlage des Vier-Sterne-Hotels. Der 56-jährige Mann und eine 52-jährige Frau wurden bewusstlos aufgefunden. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Die Frau wurde in eine Spezialklinik geflogen. Sechs weitere Personen hatten über Schwindel und Übelkeit geklagt und wurden in Spitäler gebracht.

Gäste bemängeln Wasserqualität – Verschwundene liegt wochenlang tot im Wassertank

Das Cecil Hotel in Los Angeles hat es sogar in eine eigene Netflix-Dokumentation geschafft. Im Jahr 2013 verschwand die Kanadierin Elisa Lam. Am 31. Januar hatten ihre Eltern zuletzt Kontakt mit der damals 21-Jährigen. Als sie am 1. Februar nichts mehr von ihr hörten, verständigten sie die Polizei.

Sie schien wie vom Erdboden verschluckt. Je länger die junge Frau verschwunden war, desto mehr häuften sich Beschwerden anderer Hotelgäste. So habe der Wasserdruck der Duschen merklich abgenommen, das Wasser sei verschmutzt gewesen und habe seltsam geschmeckt.

Als ein Techniker den Wassertank auf dem Dach aufgrund der Beschwerden überprüfte, fand er die Ursache. Er fand die komplett entkleidete Leiche von Elisa Lam, die schon seit rund drei Wochen im Wasser lag. Ihr Tod gibt nach wie vor Rätsel auf. So war der Metalldeckel des Tanks zu schwer, als dass sie diesen alleine hätte öffnen können. Eine Fremdeinwirkung als Todesursache konnte aber auch nicht festgestellt werden.

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