Darum gehts
- Nach 265 Seetagen lief die USS Abraham Lincoln in San Diego ein
- 64 Soldaten sahen dort erstmals ihre neugeborenen Kinder
- Der Iran-Einsatz brachte Engpässe, Rationierung und eine Ehrung
Nach mehr als zehn Monaten auf See ist der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln wieder in seinen Heimathafen in San Diego eingelaufen. Für viele Familien an Land war es das Ende einer extrem langen Durststrecke, doch für 64 Besatzungsmitglieder wurde die Ankunft zu einem ganz besonderen emotionalen Höhepunkt: Sie durften das Schiff als Erste verlassen, um ihre neugeborenen Babys zum allerersten Mal in die Arme zu schliessen.
Viele der Mütter hatten monatelang allein durch die Schwangerschaft und die Geburt gehen müssen, während ihre Partner Tausende Kilometer entfernt auf dem Meer im Einsatz waren.
Der Flugzeugträger war im Rahmen des Iran-Krieges im Nahen Osten stationiert und stellte mit 265 ununterbrochenen Tagen auf See einen Rekord auf.
Der monatelange Dauereinsatz ohne Zwischenstopp ging nicht spurlos an der Besatzung vorbei. An Bord kam es zu erheblichen Engpässen bei Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln. Mahlzeiten mussten rationiert werden, und die psychische Belastung für die Soldaten war extrem hoch. Bei der Ankunft zeichnete US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (46) die Mannschaft kurz vor der Landung mit der hohen Auszeichnung «Presidential Unit Citation» aus, um den Einsatz und das Durchhaltevermögen der Crew im Kriegseinsatz zu würdigen.