Am Dienstag führte die Joint Task Force Western Hemisphere unter der Leitung des US-Regionalkommandos Southcom einen tödlichen, kinetischen Angriff auf ein Schnellboot durch. Nach Angaben von Southcom operierte das mutmassliche Drogenboot entlang bekannter Drogenhandelsrouten im östlichen Pazifik.
Bestätigte Geheimdienstinformationen belegten nach Angaben des Regionalkommandos die aktive Beteiligung des Bootes am Drogenhandel. Bei der Operation wurden fünf «Drogenterroristen» getötet, teilte Southcom weiter mit.
Zuletzt vermehrte US-Angriffe
Zuletzt war es immer wieder zu US-Angriffen auf mutmassliche Drogenboote im Ostpazifik und der Karibik gekommen. Anfang Oktober griff das US-Militär ein Schnellboot in der Karibik an, vier Menschen wurden getötet. Im September kamen bei einem US-Angriff auf ein Schnellboot in der Karibik ebenfalls vier mutmassliche «Drogenterroristen» ums Leben. Im August wurden zwei Menschen bei einem US-Angriff auf ein Flachwasserboot im Ostpazifik getötet.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump (80) greift seit Herbst vergangenen Jahres immer wieder Boote in der Karibik und im Ostpazifik an, um internationalen Drogenschmuggel zu unterbinden. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind. US-Medienberichten zufolge wurden bereits über 240 Menschen bei den US-Angriffen im Ostpazifik und der Karibik getötet.