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Valencia und Málaga von Unwetter betroffen:Wassermassen dringen in Supermärkte

Schwere Unwetter in Spanien
Behörde warnt erneut vor Sintflut-Regen

Spanien kommt nicht zur Ruhe: Schwere Unwetter haben in den letzten Wochen mehr als 220 Tote gefordert. Weitere Personen werden vermisst. Brücken stürzten ein, Autos wurden davon geschwemmt und die Stromversorgung unterbrochen.
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Die schweren Unwetter in Spanien mit heftigen Regenfällen und Überschwemmungen haben vielen Menschen das Leben gekostet. «Wir können bestätigen, dass Tote gefunden wurden», sagte der Ministerpräsident der östlichen Autonomen Gemeinschaft Valencia, Carlos Mazón (50). Mittlerweile sprechen die spanischen Behörden von mindestens 95 Toten. Darunter sollen sich vier Kinder befinden. Einige spanische Medien sprechen bereits von über 40 Opfern. Die genaue Todeszahl lässt sich noch nicht genau verifizieren.

Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez schrieb im Onlinedienst X: «Ich verfolge mit Sorge die Berichte über vermisste Personen und die Schäden, die der Sturm in den letzten Stunden verursacht hat», und appellierte gleichzeitig an die Bevölkerung, den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten. «Seien Sie sehr vorsichtig und vermeiden Sie unnötige Reisen.»

Besonders das Stadtviertel La Pextina ist von den Wassermassen bedroht. «Wir haben fünf Stunden mit Wasser bis zum Hals ausgeharrt», sagt ein verzweifelter Anwohner gegenüber der valencianischen Zeitung «La Provincias». Hunderte Menschen wurden in der lokalen Turnhalle untergebracht. Sie kommen von überall her und haben nichts dabei. «Wir sind ohne Kleidung gekommen, wir haben nur unsere Pässe», sagt eine Betroffene, die von den Helfern warme Kleidung zur Verfügung gestellt bekam.

«Wir hatten keine Angst, es war Panik»

Anderen spricht die Angst aus den Augen, wie das Lokalblatt schreibt. Die Wassermassen des Turia-Flusses überraschte viele komplett. «Wir hatten keine Angst, es war Panik», sagt ein Mann mittleren Alters. Die meisten Menschen in der Halle sind schon seit Stunden unterwegs, haben lange nicht mehr geschlafen.

Neben heftigen Regenfällen sahen sie sich auch mit Hagel und starken Windböen konfrontiert, wie der Wetterdienst Aemet mitteilte. Flüsse traten über die Ufer, vielerorts wurden Strassen, Häuser und Felder überschwemmt, Autos und Bäume von den Wassermassen mitgerissen.

In Alora in der südlichen Region Andalusien retteten Einsatzkräfte mit Hubschraubern Menschen aus Autos und Häusern, nachdem ein Fluss über die Ufer getreten war, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. In Andalusien entgleiste laut Regionalregierung auch ein Hochgeschwindigkeitszug mit 276 Passagieren, es gab jedoch keine Verletzten.

Flüge gestrichen – Zugverkehr eingestellt

Wegen starker Regenfälle und Winde seien zwölf Flüge, die auf dem Flughafen Valencia hätten landen sollen, in andere spanische Städte umgeleitet worden, erklärte der spanische Flughafenbetreiber Aena. Weitere zehn abfliegende oder ankommende Flüge seien gestrichen worden.

Für Mittwoch seien der Schulunterricht sowie alle Sportveranstaltungen gestrichen, teilte das Rathaus von Valencia mit. Parks würden ebenfalls geschlossen bleiben. Der nationale Bahnbetreiber ADIF erklärte, der gesamte Zugverkehr in der Region Valencia sei ausgesetzt, bis die Situation sich normalisiert habe. Zudem seien Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Madrid und der Stadt Valencia bis «mindestens» 10 Uhr am Mittwoch gestrichen.

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Regierung zu Krisenstab zusammengetroffen

Die spanische Regierung in Madrid war indessen am Dienstagabend zu einem Krisenstab zusammengetroffen. Zudem wurde eine auf Rettungseinsätze spezialisierte Militäreinheit nach Valencia entsandt, um die örtlichen Dienste zu unterstützen.

Die staatliche Wetterbehörde AEMET rief die Alarmstufe Rot für die Region Valencia und die zweithöchste Alarmstufe für Teile Andalusiens aus. In beiden Regionen waren mehrere Strassen wegen Überschwemmungen blockiert. Die Regenfälle sollen laut den Vorhersagen bis mindestens Donnerstag anhalten.

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