Darum gehts
- Messerattacke im Kloster Jaroslaw, Polen: Ein Toter und fünf Verletzte
- Angreifer nutzte laut Zeugenaussage offenes Tor und attackierte Personen wahllos mit Messer
- 31-jähriger Ukrainer festgenommen; Motiv laut Polizei weiterhin unklar
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge kam es am Donnerstagvormittag gegen 9.30 Uhr auf dem Gelände des Benediktinerinnenklosters in Jaroslaw, im Südosten Polens, zu einer Messerattacke. «Wie sich herausstellte, hatte ein ukrainischer Staatsbürger einen Mann mit einem Messer angegriffen. Die Beamten nahmen den 31-jährigen Ausländer fest. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte der Mann zuvor vier Männer und eine Frau mit einem Messer verletzt», sagte Anna Długosz vom Polizeipräsidium des Kreises Jarosław gegenüber dem Sender TVN24.
Die teils schwer Verletzten wurden ins Spital gebracht. Unter den Verletzten befanden sich drei Geistliche. Einer der Geistlichen erlag später seinen Verletzungen, wie die Polizei bestätigte. Die anderen beiden Priester befinden sich noch in ernstem Zustand.
Angreifer festgenommen
Der Angreifer wurde festgenommen. Es handelt sich um einen 31-jährigen ukrainischen Staatsbürger. Bei ihm wurde ein Messer sichergestellt. Die Motive für den Angriff sind noch unklar, wie TVN24 weiter berichtet. Zahlreiche Einsatzkräfte sind vor Ort, um die genauen Umstände des Vorfalls zu ermitteln.
Wie eine der Nonnen des Klosters gegenüber dem Sender RMF24 angab, soll der Angreifer einen Moment ausgenutzt haben, als das Klostertor nach dem Besuch einer Jugendgruppe offen stand, und drang in das Gebäude ein. Dort soll er laut der Zeugin wahllos Menschen attackiert haben.
Der polnische Innenminister Marcin Kierwiński drückte auf X sein Bedauern über den Vorfall aus. «Die Behörden untersuchen derzeit die Motive und Umstände des Vorfalls», bestätigte er.
+++Update folgt+++