Türkei
Türkischer Oppositionschef bleibt im Amt

Ein türkisches Gericht hat ein zentrales Verfahren gegen die grösste türkische Oppositionspartei CHP über die Annullierung eines Parteitags von 2023 abgewiesen. In dem Prozess hatte dem Parteichef Özgür Özel die Absetzung gedroht.
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ARCHIV - Özgür Özel, CHP-Vorsitzender, spricht während eines Kongresses im April unter dem Motto "Der Wille gehört der Nation" zu Parteimitgliedern. Foto: Tunahan Turhan/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Gericht in Ankara erklärt Verfahren gegen CHP-Parteimitglied für gegenstandslos
  • Neue Spionagevorwürfe gegen Istanbuls abgesetzten Bürgermeister Ekrem Imamoglu bekannt
  • 17 CHP-Bürgermeister verhaftet und Hunderte Mitglieder festgenommen
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Das Gericht in Ankara entschied nun, das Verfahren sei gegenstandslos, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Gegen das Urteil kann noch Einspruch eingelegt werden.

Das Verfahren, das ein ehemaliges Parteimitglied angestrengt hatte, hielt die Partei monatelang in Atem. Darin ging es um die Frage, ob Delegierte bestochen wurden, um für Özel zu stimmen. Die CHP-Parteiführung wies die Vorwürfe zurück. Die CHP steht seit Monaten im Fokus einer juristischen Offensive, die bisher die Festnahme Hunderter ihrer Mitglieder und die Verhaftung von 17 ihrer Bürgermeister zur Folge hatte.

Am Morgen wurden zudem neue Vorwürfe in Zusammenhang mit Spionage gegen den abgesetzten Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu bekannt.

Anadolu berichtete unter Berufung auf die Istanbuler Staatsanwaltschaft, mehreren Personen werde vorgeworfen, in einer «kriminellen Organisation Imamoglus» etwa für ausländische Geheimdienste gearbeitet und illegale Mittel für vergangene Wahlen und eine mögliche Präsidentschaftskampagne gesammelt zu haben.

Imamoglu wurde im April in Zusammenhang mit Korruptionsermittlungen verhaftet. Eine Anklage steht noch aus. Die CHP sieht das Vorgehen als politisch motivierten Versuch, die Partei zu destabilisieren. Imamoglu gilt als aussichtsreicher Kandidat bei einer künftigen Präsidentschaftswahl.

Die Journalistin Nevsin Mengü kommentierte die neuen Vorwürfe: «Es scheint, dass Imamoglu, selbst wenn er in einem Fall freigesprochen wird, in einem anderen Fall in Haft bleiben wird.»

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