Trump wirft Iran Waffenruhe-Bruch vor
USA greifen Iran erneut an

Die USA haben am Freitag iranische Militärziele in der Strasse von Hormus bombardiert. Der Angriff folgte auf eine Drohnenattacke Teherans auf ein Frachtschiff unter singapurischer Flagge. US-Präsident Trump kritisiert Iran scharf.
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Schlägt zurück: US-Präsident Donald Trump.
Foto: AP Photo/Julia Demaree Nikhinson

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • USA bombardieren iranische Militärziele nach Angriff auf Frachtschiff in Hormus
  • Iran setzte Einweg-Drohne gegen Frachter «MV Ever Lovely» ein
  • Trump wirft Teheran «klare Verletzung» der Waffenruhe vor
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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

Die USA haben mit gezielten Luftschlägen auf iranische Militärinfrastruktur auf einen Drohnenangriff am Donnerstag auf ein Handelsschiff in der Strasse von Hormus reagiert – und werfen Teheran einen Bruch der Waffenruhe vor.

Die iranischen Revolutionsgarde (IRGC) drohten mit «schnellen und entschiedenen» Gegenschlägen auf die US-Angriffe. Zunächst blieb es bei der verbalen Drohung.

Wie das US-Zentralkommando (Centcom) mitteilte, griffen amerikanische Streitkräfte iranische Raketen- und Drohnenlager sowie Küstenradarstellungen an. Auslöser war ein Angriff vom Vortag: Iranische Kräfte traffen das unter singapurischer Flagge fahrende Frachtschiff «MV Ever Lovely» beim Verlassen der Meerenge entlang der omanischen Küste mit einer Einweg-Drohne.

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Trump reagiert

Die US-Streitkräfte kündigten an, ihre Präsenz in der Region aufrechtzuerhalten und den Schutz von Handelsschiffen weiter zu verstärken. Die Lage rund um die Strasse von Hormus droht, das fragile Waffenstillstandsabkommen zwischen Washington und Teheran zu gefährden. US-Vizepräsident J. D. Vance (41) erklärte: «Gewalt wird mit Gewalt beantwortet.»

Wenige Stunden zuvor hatte US-Präsident Donald Trump (80) gegenüber Reportern erklärt: «Mir gefällt es nicht, dass sie einen Schuss abgegeben haben. So etwas sollten sie nicht tun.»

Trump sprach von einer «klaren Verletzung» der bestehenden Waffenruhe durch Iran: «Offensichtlich handelt es sich um einen dummen Verstoss gegen unser Waffenstillstandsabkommen.» Die Attacke auf die zivile Schifffahrt sei inakzeptabel und gefährde die Stabilität einer der wichtigsten globalen Handelsrouten, durch die ein grosser Teil des weltweiten Öltransports läuft.

Neue Kontakte

Parallel dazu gibt es diplomatische Bewegung: Laut arabischen Berichten sollen auf dem Bürgenstock NW in der Schweiz schon am Sonntag und Montag neue technische Gespräche zwischen den USA und Iran stattfinden. Ziel ist es, bestehende Vereinbarungen zu stabilisieren und eine weitere Eskalation in der Golfregion zu verhindern.

Israel und Libanon melden Durchbruch

Israel und der Libanon haben in Washington ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das nach Angaben von US-Aussenminister Marco Rubio (55) einen ersten Schritt hin zu einem dauerhaften Frieden markieren soll.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu (76) wertete das Abkommen als schweren Schlag für den Iran. Er sagte, Israel halte an der Sicherheitszone im Südlibanon fest, solange die Hisbollah nicht entwaffnet sei und weiterhin eine Bedrohung darstelle.

Die vom Iran finanzierte und unterstützrte Hisbollah lehnt das Abkommen ab und stellt die Autorität der libanesischen Regierung infrage.

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