Darum gehts
- Trump meldet Gespräche mit Russland und China über eine globale nukleare Abrüstung an laut Reuters
- Trump sprach das Thema laut Newsmax direkt bei Xi Jinping an und warnt vor Chinas raschem Ausbau
- Nach Auslaufen von New Start fehlen bindende Obergrenzen für US- und russische Atomarsenale
US-Präsident Donald Trump (80) hat überraschende Gespräche mit den Führungen in Moskau und Peking über eine globale Denuklearisierung angekündigt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf ein Interview Trumps mit dem Sender Newsmax berichtet, verhandelt Washington mit den beiden Grossmächten über eine Abrüstung der weltweit grössten Atomwaffenarsenale.
«Das Ganze ist eine Schande, denn ich würde die Denuklearisierung, wenn möglich, sehr begrüssen, aber wir sprechen ja bereits mit Russland darüber, und wir sprechen auch mit China über diese Denuklearisierung», zitiert Reuters den US-Präsidenten.
Zudem bestätigte Newsmax, dass Trump das Thema bereits direkt in Gesprächen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping (73) angesprochen habe. Trump warnte zudem vor dem raschen Ausbau des chinesischen Arsenals und prognostizierte, dass China mit den USA innerhalb der nächsten fünf Jahre atomar gleichziehen könnte.
Vertrag ausgelaufen
Die Äusserungen fallen in eine Phase grosser geopolitischer Unsicherheit: Anfang des Jahres lief der 2010 unterzeichnete New-Start-Vertrag zur Reduzierung strategischer Nuklearwaffen endgültig aus, nachdem die von Ex-Präsident Joe Biden (83) und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin (74) vereinbarte fünfjährige Verlängerung verstrichen war. Ohne ein neues Folgeabkommen gibt es derzeit keine bindenden Obergrenzen für die strategischen Atomarsenale der USA und Russlands.
Nach aktuellen Daten des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri verfügt Russland (5420) insgesamt über die meisten gelagerten Atomsprengköpfe, gefolgt von den USA (5042) und dem stark aufrüstenden China (620).