Darum gehts
- Trump nennt Berichte über Iran-Investitionsfonds von 300 Mrd. USD «falsch»
- US-Vizepräsident Vance sieht langfristig mögliche Golfstaat-Investitionen in Iran
- Kein US-Geld: Trump betont, nicht einmal zehn Cent bereitzustellen
US-Präsident Donald Trump hat Berichte zurückgewiesen, wonach im Rahmen eines möglichen Friedens- oder Atomabkommens mit Iran ein Investitionsfonds in Höhe von 300 Milliarden US-Dollar vorgesehen sei. Bei einer Pressekonferenz bezeichnete Trump entsprechende Meldungen als «falsch».
«Das stimmt nicht», sagte der Trump am Rande des G7-Gipfels. Die Vereinigten Staaten würden kein Geld für einen solchen Fonds bereitstellen. «Wir investieren nicht. Wir geben nicht einmal zehn Cent», betonte Trump. Andere Länder könnten selbst entscheiden, ob sie Investitionen in Iran tätigen wollen.
Trump geht nicht von Investitionen aus
Auf die Frage, ob seine Regierung die Golfstaaten dazu ermutige, einen solchen Fonds aufzulegen, antwortete Trump ebenfalls mit Nein. Zwar stehe es den Staaten der Region frei, Investitionen zu tätigen, doch er gehe nicht davon aus, dass dies kurzfristig geschehen werde. «Zunächst wird man das Verhalten Irans beobachten müssen», erklärte der Republikaner.
Hintergrund der Spekulationen sind Äusserungen von US-Vizepräsident J. D. Vance (42). Dieser hatte erklärt, Iran könne im Falle der Einhaltung von Verpflichtungen zur Beendigung seines Atomprogramms langfristig Investitionen von bis zu 300 Milliarden US-Dollar aus den Golfstaaten anziehen. Dabei handele es sich jedoch um potenzielle private oder staatliche Investitionen aus der Region und nicht um finanzielle Zusagen der Vereinigten Staaten.