Trump spricht von Wendepunkt im Iran-Krieg
«Will ich einmarschieren und sie vernichten oder nicht?»

US-Präsident Donald Trump denkt über drastische Schritte im Iran-Krieg nach. Nun spricht er von einer wichtigen Entscheidung. Und stellt sogar einen möglichen Einmarsch in Aussicht.
Kommentieren
1/4
US-Präsident Trump will vor einer «grossen Entscheidung» im Iran-Krieg stehen.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Donald Trump erwägt Entscheidung zu Iran-Krieg, plant Gespräche mit Golfstaaten bei UN-Versammlung
  • Trump zufrieden: Seeblockade verhinderte iranische Schiffsbewegungen komplett
  • Öltanker-Verkehr durch Strasse von Hormus gestiegen, bleibt aber unter Vorkriegsniveau
Sandra_Marschner_Praktikantin News_Ringier Blick_1-Bearbeitet.jpg
Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Kommt es nun zur entscheidenden Weichenstellung im Iran-Krieg? Wie US-Präsident Donald Trump (80) am Donnerstag gegenüber dem Nachrichtenportal Axios darstellt, scheinen die Zeichen auf einen nahenden Wendepunkt im Konflikt mit Teheran zu stehen. Im Interview erklärte Trump: «Ich habe eine grosse Entscheidung vor mir. Will ich einmarschieren und sie [das iranische Regime] vernichten, oder nicht? Es ist eine grosse Entscheidung. Mit mir könnte alles Mögliche passieren.» 

Am Dienstag will Trump im Rahmen der Uno-Generalversammlung in New York mit den Regierungschefs von sechs Golfstaaten zusammenkommen. «Ich möchte herausfinden, wo sie stehen und wie es ihnen geht. Wir haben uns sehr für sie eingesetzt», sagte Trump im Hinblick auf das Treffen gegenüber Axios. Kurz vor dem Treffen scheint er nun seine eigene Position untermauern zu wollen. Zu den teilnehmenden Ländern gehören Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Bahrain, Kuwait und Oman.

Trump zeigt sich zufrieden mit der US-Blockade iranischer Häfen

Offen liess Trump hingegen, wann er seine «grosse Entscheidung» fällen wolle – und ob dies noch vor den wichtigen Zwischenwahlen in den USA geschehe. 

Zuletzt hatte Trump eine zurückhaltendere Strategie verfolgt. Er setzte Verhandlungen mit dem Iran aus, verhängte neue Wirtschaftssanktionen, verstärkte eine Seeblockade iranischer Häfen und konzentrierte das US-Militär auf die Wiedereröffnung der Strasse von Hormus, um den Ölfluss auf den globalen Energiemarkt zu erhöhen. Laut US-Beamten ist der Öltanker-Verkehr durch die Meerenge zwar gestiegen, liegt aber immer noch unter dem Niveau vor dem Krieg, während die Ölpreise hoch bleiben. 

Trump zeigte sich gegenüber Axios nun zufrieden mit der Wirkung der Seeblockade: «Seit wir damit begonnen haben, ist kein einziges Schiff in den Iran gefahren. Sie haben es versucht, und wir haben sie in die Luft gesprengt», so Trump. Gleichzeitig betonte der US-Präsident, dass der Iran weiterhin an Verhandlungen interessiert sei. 

Centcom veröffentlicht Angriffe auf iranische Öltanker
1:23
Video zeigt:Hier werden iranische Öltanker angegriffen
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen