Darum gehts
- Ein 22-jähriger Arbeiter stürzt am Dienstag im Kolosseum tödlich
- Keine Gerüste, nur Seilsicherung: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung laufen
- Betroffener Bereich gesperrt, Arbeiten ausgesetzt, Kulturminister tief erschüttert
Ein tragischer Arbeitsunfall hat das Kolosseum in Rom am Dienstag erschüttert. Der Industriekletterer Andrea M. (†22) stürzte aus einer Höhe von zehn Metern in den Tod, während er an der Montage einer neuen Beleuchtungsanlage arbeitete.
Wie «Corriere della Sera» berichtet, ereignete sich der Unfall gegen Mitternacht. Rettungskräfte versuchten vergeblich, den jungen Mann wiederzubeleben. Nun ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft. Es wird der Vorwurf der fahrlässigen Tötung untersucht.
Meloni geschockt
Wie die Zeitung weiter schreibt, arbeitete M. für ein Spezialunternehmen aus der Provinz Teramo, das auf Restaurierungen und Sanierungen von Kulturgütern spezialisiert ist. Er soll bei den Arbeiten nur durch Seile gesichert gewesen sein. Ein Gerüst war offenbar nicht angebracht.
Als Zeichen der Trauer wurde der betroffene Bereich des Kolosseums am Mittwoch für Besucher gesperrt. Der italienische Kulturminister Alessandro Giuli (50) kündigte an, bis auf Weiteres alle Arbeiten im antiken Amphitheater auszusetzen: «Es ist ein tragisches Ereignis, das uns zutiefst erschüttert. Unser Mitgefühl gilt Andrea, seiner Familie und seinen Angehörigen.»
Auch Premierministerin Giorgia Meloni (49) betonte: «Mit dem Namen von Andrea setzen wir uns weiterhin dafür ein, dass solche Tragödien nicht mehr geschehen.»
* Name bekannt