An jeder Ecke herrscht hier Lebensgefahr
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Fünf Tote in Geisterhotel:An jeder Ecke herrscht hier Lebensgefahr

Tod, Verfall, Millionen-Flop
Jetzt wird Spaniens berüchtigtes Geisterhotel abgerissen

Das berüchtigte «Geisterhotel» Añaza bei Santa Cruz wird nach über 50 Jahren abgerissen. Die 22-stöckige Betonruine aus 1973 war illegal gebaut und Schauplatz tragischer Unglücke. Der Rückbau kostet den Staat Millionen.
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Die Abbauarbeiten werden auf 2,3 Millionen Euro geschätzt und vollständig vom Staatshaushalt getragen.
Foto: r/urbanexploration

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Spanien beginnt 2026 mit dem Abriss des berüchtigten «Geisterhotels» Añaza
  • Das 22-stöckige Gebäude war illegal und verzeichnete fünf Todesfälle
  • Rückbau kostet 2,3 Mio. Euro
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Ein berüchtigtes Kapitel in der Geschichte der Kanarischen Inseln neigt sich dem Ende zu: Der Abriss des sogenannten «Geisterhotels» Añaza hat begonnen, berichtet «Blic.rs». Das 22-stöckige Gebäude aus Beton, das seit 1975 leer stand, wird bis 2027 endgültig abgetragen.

Einst als luxuriöser Touristenkomplex mit 741 Zimmern geplant, verwandelte es sich in ein Symbol für städtebauliche Fehlplanungen und gefährlichen Verfall. Das Hotel, gelegen an der Küste von Azorano südlich von Santa Cruz auf Teneriffa, wurde 1973 gebaut, aber schon zwei Jahre später aufgegeben. Grund war laut «Blic.rs» ein Investor, dem das Geld ausging und der die Insel verliess. Zurück blieb eine unvollendete Ruine ohne rechtskräftige Baugenehmigung und ohne jegliche Papiere, die nie legalisiert wurde.

Fünf Menschen verloren hier ihr Leben

Die Baukosten für den Abriss werden auf 2,3 Millionen Euro (2 Millionen Franken) geschätzt und vollständig vom spanischen Staatshaushalt finanziert. Das Gebäude zog über Jahrzehnte hinweg Vandalen, Abenteurer und Stadterforscher an. Trotz vier Meter hoher Zäune und Bussgeldern von 500 Euro (454 Franken) für unbefugtes Betreten wurden immer wieder Eindringlinge gesichtet.

Der Zustand des Gebäudes verschlechterte sich zusehends und führte zu tragischen Vorfällen. Fünf Menschen verloren hier ihr Leben, darunter ein 13-jähriges Mädchen, das 2025 beim illegalen Betreten des Gebäudes tödlich verunglückte. Auch waghalsige Abenteuer wie Parkour-Stunts und Kletteraktionen sorgten für zahlreiche Unfälle.

900 Eigentümer registriert

Heute ist die 2350 Quadratmeter grosse Ruine kaum noch etwas wert – gerade einmal 48'000 Euro (43'000 Franken). Überraschenderweise sind im Kataster jedoch 900 Eigentümer registriert, darunter viele Ausländer. Für sie bedeutet der geplante Abriss den endgültigen Verlust ihrer Investitionen, denn das Hotel hatte nie die erforderlichen Papiere und wurde als illegal klassifiziert.

Die Behörden haben bereits 2016 ein offizielles Verfahren zur Enteignung eingeleitet. Das Gebäude erfüllt laut dem Amtsblatt «Boletín Oficial» keine soziale Funktion und stellt eine dauerhafte Gefahr dar. Die Abrissarbeiten sind jedoch kompliziert. Neben der exponierten Lage auf einer steilen Klippe erschweren auch gefährliche Baumaterialien wie Asbest den Abbau.

Spezialteams müssen eingesetzt werden, um die Ruine sicher zu entfernen. Mit dem bevorstehenden Abriss verschwindet eine der berüchtigtsten Bauruinen der Kanarischen Inseln, die seit über 50 Jahren als Mahnmal für bürokratisches Versagen und mangelnde Bauaufsicht galt. Die Einwohner von Teneriffa hoffen, dass das Ende des Geisterhotels einen Neuanfang für die Küstenregion von Azorano markiert.

Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Die serbische Newsplattform gehört wie Blick zu Ringier. 

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