Tod nach Abnehmspritze
Susan McGowan (†58) wollte Kilos verlieren – und verlor ihr Leben

Die Krankenschwester Susan McGowan starb nach der Einnahme eines Abnehm-Medikaments an multiplem Organversagen. Es könnte der erste offiziell mit dem Medikament in Verbindung gebrachte Todesfall in Grossbritannien sein.
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Susan McGowan hoffte, mit einer Abnehmspritze endlich ein paar Kilos zu verlieren.
Foto: Facebook/Susan Mcgowan

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Krankenschwester stirbt nach Einnahme von Abnehm-Medikament
  • Todesursache: Multiorganversagen, septischer Schock und Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Tirzepatid wurde 2023 in Grossbritannien für Abnehmhilfe zugelassen

Eine 58-jährige Krankenschwester aus Schottland ist nach der Einnahme eines neu zugelassenen Abnehm-Medikaments Anfang September verstorben. Susan McGowan nahm zwei Injektionen des Wirkstoffs Tirzepatid, bekannt unter dem Markennamen Mounjaro.

Laut Totenschein, den die BBC einsehen konnte, waren Multiorganversagen, ein septischer Schock und eine Bauchspeicheldrüsenentzündung die unmittelbaren Todesursachen. Bemerkenswert ist jedoch, dass auch «die Verwendung des verschreibungspflichtigen Tirzepatids» als beitragender Faktor aufgeführt wird. Dies könnte der erste offiziell mit dem Medikament in Verbindung gebrachte Todesfall in Grossbritannien sein.

«Ist das wirklich passiert?»

Die Nichte des Opfers war bei McGowans Tod anwesend und ist geschockt. «Es ging so schnell. Ich frage mich noch immer, ist das wirklich passiert?», so Jade Campbell. «Susan hatte schon immer ein bisschen Übergewicht, aber keine gesundheitlichen Probleme. Sie nahm keine anderen Medikamente ein. Sie war gesund.»

Stationsleiterin McGowan, die unter Kollegen beliebt war und über 30 Jahre Erfahrung hatte, sprach oft mit Freunden über ihre Abnehmversuche. In den neuen Spritzen sah sie endlich aussichtsreiche Erfolgschancen für eine Gewichtsreduktion. Nach sorgfältiger Recherche und ärztlicher Beratung holte sie sich ein Rezept und besorgte Mounjaro über eine registrierte Apotheke.

Das Medikament gehört zu einer Gruppe, die als GLP-1-Rezeptor-Agonisten bekannt sind. Sie wirken, indem sie das Sättigungsgefühl verlängern. 2023 wurde das Medikament in Grossbritannien für die Verwendung als Abnehmhilfe zugelassen, auch für den Einsatz im Nationalen Gesundheitsdienst NHS.

Sicherheit der Patienten hat oberste Priorität

Die britische Arzneimittelbehörde Mhra betont, dass neue Medikamente wie Tirzepatid intensiv überwacht werden, um Sicherheitsprobleme frühzeitig zu erkennen. Alison Cave, Sicherheitsbeauftragte der Mhra, erklärt, dass «kein Arzneimittel zugelassen wird, wenn es nicht den von uns erwarteten Standards für Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit entspricht». Basierend auf der derzeitigen Forschung «überwiegen bei bestimmungsgemässer Anwendung die Vorteile dieser Medikamente die Risiken».

Der Hersteller Lilly betont, dass die Sicherheit der Patienten oberste Priorität habe und man sich verpflichte, die Sicherheit aller Medikamente kontinuierlich zu überwachen und zu bewerten.

Nichte will aufrütteln

Trotz dieses tragischen Falls betonen Experten wie Professor Naveed Sattar von der Universität Glasgow, dass es schwierig sei, in Einzelfällen einen Zusammenhang zwischen «Ursache und Wirkung» herzustellen. Er verweist auf solide klinische Studien, die die Sicherheit und den Nutzen der Medikamente belegen.

Dennoch will Campbell aufrütteln: «Bitte sprechen Sie immer zuerst mit Ihrem Hausarzt über solche Dinge. Es könnte andere Optionen für Sie geben, bevor Sie zu Abnehminjektionen greifen.»

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