Darum gehts
- Ein 17-jähriger Syrer sitzt in Hamburg wegen Terrorverdachts seit 7. Mai.
- Ermittler fanden Dünger, Grillanzünder in seiner Wohnung.
- Er plante laut Behörden Anschläge, inspiriert vom «Islamischen Staat».
Ein 17-jähriger Syrer sitzt wegen Terrorverdachts in Hamburg in Untersuchungshaft. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft ihm vor, einen Anschlag vorbereitet zu haben. Wie «T-Online» unter Berufung auf die Ermittler berichtet, soll er Angriffe auf ein Einkaufszentrum, eine Bar oder eine Polizeiwache ins Auge gefasst haben.
Ermittler fanden bei ihm Dünger, Grillanzünder, eine Sturmhaube und ein Messer. Diese Gegenstände könnten laut Staatsanwaltschaft für die Herstellung eines Sprengsatzes oder Molotowcocktails genutzt werden. Auch ein Messerangriff wird nicht ausgeschlossen.
Polizei findet verdächtige Materialien
Spezialeinsatzkräfte der Hamburger Polizei nahmen den Jugendlichen am 7. Mai fest. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung stellten sie die genannten Materialien sicher, teilt die Generalstaatsanwaltschaft mit.
Die mutmassliche Inspiration für die Tat: die Terrororganisation «Islamischer Staat». Laut «T-Online» waren mehrere Behörden an den Ermittlungen beteiligt, darunter der Bundesnachrichtendienst und das Bundeskriminalamt.
Schon zuvor war der 17-Jährige im Visier der Ermittler. Ihm wurde ein Verstoss gegen das Vereinsgesetz vorgeworfen. Zur Klärung seines psychischen Zustands wurde eine Begutachtung angeordnet.