Darum gehts
- DNA-Spuren ordnen den Mord an Melissa Smith 1974 in Utah Ted Bundy zu, der Fall ist geschlossen
- Utahs Kriminallabor wertet seit 2023 beschädigte oder vermischte DNA-Spuren genauer aus als zuvor
- Bundy verübte von 1974 bis 1978 Verbrechen und gestand vor der Hinrichtung mindestens 30 Morde
Ein grausames Verbrechen blieb mehr als ein halbes Jahrhundert ungelöst: 1974 verschwand die erst 17-jährige Melissa Ann Smith spurlos. Neun Tage später wurde ihre Leiche in einem Wald nahe Park City im US-Bundesstaat Utah entdeckt. Nun, Jahrzehnte nach der Hinrichtung von Ted Bundy, ist klar: Der berüchtigte Serienmörder war für ihren Tod verantwortlich. Den entscheidenden Durchbruch brachte modernste DNA-Technik, wie die «BBC» berichtet.
Der Fall erschütterte die Region besonders: Melissa war die Tochter des örtlichen Polizeichefs. Am 18. Oktober 1974 war sie nach einem Restaurantbesuch plötzlich verschwunden. Trotz intensiver Ermittlungen blieb der Täter unentdeckt. Schon damals vermuteten die Ermittler einen Zusammenhang mit weiteren Morden – doch der entscheidende Beweis fehlte – bis er dieses Jahr endlich auftauchte.
Der DNA-Treffer
Im April wiesen Fahnder Ted Bundy über DNA-Spuren den Mord an der 17-jährigen Laura Ann Aime nach. Im Juli verglichen sie dieses Material mit den Spuren an Melissa Smith – und landeten einen Treffer.
Utahs Kriminallabor nutzt seit 2023 neue Analyseverfahren. Diese werten selbst beschädigte oder vermischte DNA präzise aus. Zusammen mit dem Tatmuster reichten die Beweise: Am 27. Oktober 2026 schlossen die Behörden den Fall endgültig ab.
Bestie hinter charmanter Fassade
Bundy zählt zu den berüchtigtsten Serienmördern der USA. Zwischen 1974 und 1978 schlug er in mehreren US-Staaten zu. Er trat gepflegt und charmant auf, um das Vertrauen seiner Opfer zu gewinnen. Zahlreiche junge Frauen und Mädchen entführte, missbrauchte und ermordete er.
Zu seinen bekanntesten Taten gehören die Morde an Margaret Bowman (†21) und Lisa Levy (†20) in einem Studentenwohnheim in Florida im Januar 1978. Ebenfalls in Florida brachte Bundy die zwölfjährige Kimberly Leach um. Für diese drei Taten verurteilte ihn ein Gericht zum Tod.
Auch für den Mord an Caryn Campbell (†23), die 1975 in Colorado verschwand, kassierte er ein Mordurteil. Vor seiner Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl gestand Bundy mindestens 30 Morde. Die Behörden rechnen ihm Taten in Utah, Washington, Colorado, Idaho und Florida zu.