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Grosseinsatz in Solingen (D):Dutzende Polizei-Streifenwagen stehen auf dem Platz

Zweites Handy, IS-Auftrag und möglicher Komplize
Diese drei Fragen zum Täter von Solingen sind noch ungeklärt

Schock bei einer Jubiläumsfeier im deutschen Solingen: Eine Messerattacke hat vor fünf Wochen zu drei Toten und mehreren Verletzten geführt. Der Islamische Staat (IS) bekennt sich zum Anschlag. Zum Tatverdächtigen sind noch mehrere Fragen offen.
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Der dringend tatverdächtige syrische Attentäter Issa al H., der sich der Polizei gestellt hat, legte in einem Bekennervideo den islamistischen Treueeid ab.
Foto: Screenshot

Bei einer Attacke auf der 650-Jahr-Feier der deutschen Stadt Solingen hat es am Freitagabend Tote und Verletzte gegeben. Die Tatwaffe sei mutmasslich ein Messer gewesen, heisst es aus Polizeikreisen. Die Polizei löste Grossalarm aus. Hubschrauber sind in der Luft.

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Wie das «Solinger Tageblatt» berichtet, kamen bei der Attacke mindestens drei Menschen ums Leben. Schwerbewaffnete Beamte stehen aktuell am Einsatzort und sichern diesen. Es gibt Absperrungen in der ganzen Stadt. Sichtschutzwände sind aufgebaut. Tatort ist der Fronhof – ein Marktplatz in der Innenstadt von Solingen. Dort steht eine Bühne für Livemusik.

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Täter weiterhin auf der Flucht:Anschlag in Solingen (D) fordert drei Menschenleben

Ermittlern fehlen wichtige Informationen

Aus Polizeikreisen heisst es, es gebe noch keine Festnahme. Der Angreifer ist auf der Flucht. Wie «Bild» in Berufung auf Zeugenaussagen berichtet, soll er ein arabisches Aussehen haben.

Den Ermittlern fehlen wichtige Informationen. Zum Aussehen des flüchtigen Verdächtigen gebe es keine gesicherten Erkenntnisse, sagt ein Polizeisprecher. «Wir haben derzeit keinen Hinweis auf seinen Aufenthaltsort.» Die Ermittler müssten nun alle «Puzzleteile zusammenstecken». Zeugen, die in unmittelbarer Nähe zum Geschehen waren, stünden unter Schock. «Die werden von uns im Augenblick professionell betreut und wir vernehmen diese natürlich, um da jetzt genauere Angaben zu bekommen.»

Polizei geht von Anschlag aus

Die Polizei stuft den Fall nicht mehr als Amoklage ein, sondern als Anschlag. Dafür spreche das zielgerichtete Vorgehen des Täters. Alexander Kresta, Sprecher der Polizei Wuppertal: «Der Angreifer hat wahllos mit einem Messer auf Menschen eingestochen. Deshalb gehen wir momentan von einem Anschlag aus.»

Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass an der Messerattacke mehrere Personen beteiligt waren. Die Polizei glaubt, dass ein Einzeltäter hinter dem Anschlag steckt.

Stadt bricht Jubiläumsfest ab

Laut «Solinger Tageblatt» haben die Behörden die Solingerinnen und Solinger gebeten, die Innenstadt zu verlassen. Das Jubiläumsfest wurde abgebrochen. Die für Samstag und Sonntag geplanten Programmpunkte werden abgesagt, wie die Stadt mitteilt.

Sirenen sind rund um die Innenstadt zu hören. Tausende Besucher folgten der Aufforderung, den Platz ruhig zu verlassen und nicht in Panik zu verfallen.

Mehrere Menschen schwer verletzt

Bei den Todesopfern handelt es sich laut dem Innenministerium des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen um eine Frau und zwei Männer aus Solingen und Düsseldorf. Sie waren Besucher des Jubiläumsfests.

Philipp Müller, einer der Mitorganisatoren des Stadtfestes, erklärte dem «Solinger Tageblatt» zufolge auf der Bühne, dass der Rettungsdienst um das Leben von neun Menschen kämpfe. Zur Zahl der Verletzten gibt es derzeit unterschiedliche Angaben. Offenbar wurden mehrere Menschen schwer verletzt.

Aus Anlass des 650. Geburtstags der Stadt Solingen hatte am Freitag ein «Festival der Vielfalt» begonnen. Es sollte bis Sonntag dauern. Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach reagiert erschüttert auf die Messerattacke: «Heute Abend sind wir alle in Solingen in Schock, Entsetzen und grosser Trauer», schreibt der SPD-Politiker auf der Facebook-Seite der Stadt. «Es zerreisst mir das Herz, dass es zu einem Attentat auf unsere Stadt kam. Ich habe Tränen in den Augen, wenn ich an diejenigen denke, die wir verloren haben. Ich bete für alle, die noch um ihr Leben kämpfen.»

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