Das Handy-Signal ist tot
Die verzweifelte Suche nach dem vermissten US-Studenten in Japan

Eigentlich wollten sie den Highschool-Abschluss des Bruders feiern. Jetzt durchlebt eine US-Familie in Japan die Hölle. Ihr Sohn Weston ging allein wandern – und kehrte nie zurück. Mitten im Suchgebiet wütet ein heftiger Taifun. Das Protokoll des Verschwindens.
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Er ist spurlos verschwunden: Weston Higginbotham aus den USA ist verschwunden.
Foto: RMS

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • US-Student Weston Higginbotham verschwindet am 29. Mai in Kyoto
  • Trotz Taifun sucht Polizei mit Spürhunden, Helikopter und Dutzenden Beamten
  • GoFundMe sammelt Geld, Familie und Freunde hoffen weiter auf Rettung
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Johannes HilligRedaktor News
22

Mai 2026

Familie Higginbotham aus Birmingham im US-Bundesstaat Alabama landet in Japan. Es soll eine unbeschwerte Familienreise werden. Mit dabei: Sohn Weston (20), Umwelttechnik-Student an der Auburn University und durchtrainierter Ironman-Triathlet. Der Grund der Reise: Die Familie feiert den Highschool-Abschluss von Westons jüngerem Bruder (18). Sie schauen sich mehrere Städte an. Wenn Weston sich von der Gruppe entfernt, kann seine Familie per Standort-App sehen, wo er sich aufhält.

29

Mai 2026 (Tag des Verschwindens)

Die Familie ist in Kyoto. Weston, ein extrem erfahrener Solo-Wanderer, der schon allein die Pyrenäen durchquert hat, zieht allein los. Er liebt die Natur. «Es ist nicht ungewöhnlich, dass Weston sich im Wald entspannt und einfach auf Entdeckungstour geht. Das ist sein Lieblingsort», sagte Nancy Higginbotham zu CNN.

Überwachungskameras filmen den 20-Jährigen noch, wie er sich einem Wanderweg in der waldigen Yamashina-Region nähert. Es ist das letzte Lebenszeichen.

29

Mai 2026 (Abend)

Das Grauen beginnt. Westons Handy kann plötzlich nicht mehr geortet werden. Das Signal ist tot. Die verzweifelte Familie alarmiert die japanischen Behörden. Laut seiner Mutter hatte der junge Mann umgerechnet 49 Franken bei sich. Der Akku seines Handys stand bei 34 Prozent.

2

Juni

Ein Taifun zieht über das Gebiet und sorgt für heftige Regenfälle.

Seit dem 3. Juni

Trotz Sturm und Sturzregen startet die japanische Polizei eine gross angelegte Suche. Dutzende Beamte, Spürhunde und ein Helikopter durchkämmen die Wälder. Hinweise auf ein Verbrechen gibt es nicht.

Die Familie steht in engem Kontakt mit der US-Botschaft und dem FBI. Auch die japanische Bevölkerung hilft mit, verteilt Flugblätter und übersetzt für die Familie. Mutter Nancy Higginbotham zu CNN: «Es rührt mich zu Tränen, was diese Menschen für uns tun.» Und weiter: «Wir werden Japan nicht verlassen, bis wir Weston gefunden haben.»

In Alabama herrscht riesige Anteilnahme. Freunde halten Mahnwachen in einer Kirche ab, via GoFundMe sammeln Unterstützer bereits Geld für die extrem teure Suchaktion. Vater Keith Higginbotham bleibt trotz des Taifun-Dramas optimistisch: «Wir hoffen, dass er irgendwo auftaucht – vielleicht an einem anderen Bahnhof. Wir geben nicht auf.»

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