Darum gehts
- Atlantik-Sturmtief Therese bringt schubweise extremen Niederschlag und Wind
- Kanaren und Azoren betroffen
- Es ist mit Sturzfluten, Überschwemmungen und Schlammlawinen zu rechnen
Hotellobby statt Strandspaziergang! Eigentlich wollten die Touristen auf Spaniens Trauminseln Sonne tanken. Nun die böse Überraschung: Ein Sturmtief aus dem Atlantik sorgt das ganze Wochenende für starke Winde und «drückende Regenschauer am Förderband», wie Klaus Marquardt von Meteo Schweiz gegenüber Blick sagt.
Am stärksten vom Unwetter betroffen sind La Palma, Teneriffa und Gran Canaria. Sie bilden die Südwestecke der Kanarischen Inseln und sind damit genau in der Bahn von Sturmtief Therese. Zu rechnen ist mit 200 bis 300 Liter Regen pro Quadratmeter.
Doch damit nicht genug: Neben den enormen Wassermassen sollen heftige Sturmböen über die Inseln fegen. An den Küsten werden bis zu fünf Meter hohe Wellen erwartet.
Touristen bleiben besser im Hotel
Auch der spanische Wetterdienst warnt die Bevölkerung vor dem Unwetter. Laut Meteorologe Marquardt sorgt die Topographie der Inseln für einige Gefahren. Sobald sich die Wolken platzartig über den Vulkanbergen entleeren, rinnt das Wasser in Sturzfluten runter ins Tal. Das Risiko, dass es dabei zu Schlammlawinen und Überschwemmungen kommt, ist hoch.
Da sich viele touristische Regionen genau in den gefährdeten Gebieten befinden, ist Vorsicht geboten. Keinesfalls sollten Touristen unbedacht mit dem Auto auf das Gelände fahren. Auch im Hinblick auf geplante Osterferien stellt sich aktuell die Frage, wie gut die Strassen das Unwetter überstehen werden.
Madeira versinkt im Regen
Neben den Kanaren sind auch die Azoren teils von dem Sturmtief betroffen. Insbesondere in Madeira regnet es viel und nordwestseitig können Wellen bis zu acht Meter in die Höhe ragen.
Die gute Nachricht: Nach dem Wochenende ist das Schlimmste überstanden. Wirklich trocken wird es aber vielerorts erst im Verlauf der nächsten Woche.