Darum gehts
- Laut Iran gerieten in der Strasse von Hormus erneut zwei Tanker und ein Schlepper in Brand
- Ein Tanker soll auf eine Mine aufgefahren sein, die Brandursache des zweiten blieb zunächst unklar
- Südkorea entsendet Sicherungskräfte, beschränkt die Mission aber auf Gewässer südlich Omans
In der Strasse von Hormus kommt die Schifffahrt weiterhin nicht zur Ruhe. Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden sind in der Nacht erneut drei Schiffe von Zwischenfällen betroffen gewesen. Zwei Tanker und ein Schlepper sollen in Brand geraten sein. Das berichtet n-tv unter Berufung auf die iranische Nachrichtenagentur Fars.
Einer der Tanker sei auf eine Mine aufgefahren. Weshalb das zweite Schiff Feuer fing, blieb zunächst unklar. Besonders brisant: Der Schlepper hatte sich offenbar genähert, um bei den Löscharbeiten zu helfen. Dabei geriet auch er in Brand. Die Angaben aus dem Iran liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Südkorea schickt Zerstörer und Spezialisten
Unterdessen kündigt Südkorea Unterstützung für die Sicherung der internationalen Schifffahrt an. Das Verteidigungsministerium in Seoul will dafür einen Zerstörer, ein Seeaufklärungsflugzeug und Spezialisten für die Kampfmittelräumung in die Region entsenden.
Zum Einsatz kommen sollen zudem unbemannte Über- und Unterwasserfahrzeuge sowie ferngesteuerte Unterwasserroboter. Die Mission ist Teil der bestehenden Anti-Piraterie-Einheit «Cheonghae».
Allerdings zieht Seoul klare Grenzen: Die Einsätze sollen sich ausschliesslich auf die offenen Gewässer südlich des Oman beschränken. Iranisches Staatsgebiet und Hoheitsgewässer sowie das Innere der Strasse von Hormus sollen ausdrücklich nicht überwacht werden.