Ein Erdbeben sorgt in Taiwan am Mittwochmorgen für Chaos: Mehrere Häuser stürzen ein, Stromausfälle und Erdrutsche werden ausgelöst – laut lokalen Angaben forderte das Beben der Stärke 7,4 mindestens vier Todesopfer und über 50 Verletzte. Das Epizentrum befand sich in der Nähe der Insel Hualien.
Für die japanischen Inseln Okinawa, Miyako und Yaeyama wurde eine Tsunami-Warnung ausgegeben. Menschen in Küstennähe wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Auch auf den Philippinen wurde eine Tsunami-Warnung ausgegeben. Nach einigen Stunden wurde die Tsunami-Warnung aufgehoben.
Eine Einwohnerin von Taichung, rund 140 Kilometer von Taipeh entfernt, sagt zu Blick: «Es war sehr angsteinflössend. Ich wohne seit vier Jahren hier, aber so ein starkes Beben habe ich noch nie erlebt. Ich bin davon aufgewacht. Schäden gab es hier aber zum Glück keine.»
Laut Augenzeugen war das Beben auch in der taiwanischen Hauptstadt Taipeh deutlich zu spüren. Dort wurde kurze Zeit nach dem Hauptbeben ein schweres Nachbeben mit der Stärke 6,5 registriert. China bot Taiwan nach dem schweren Erdbeben Hilfe an. Die Behörden in China seien über die Lage sehr besorgt, sagte eine Sprecherin des chinesischen Büros für Taiwan-Angelegenheiten. Das Festland beobachte die Situation und sei bereit, Katastrophenhilfe anzubieten.
«Es dauerte etwa drei Minuten»
Blick-Leser Max Schäfli befindet sich ebenfalls in Taichung. Er sagt: «Das Beben dauerte etwa drei Minuten. Mir haben die Knie gezittert! Die stärkste Erschütterung dauerte etwa eine Minute.» Es sei sehr angsteinflössend gewesen.
Gebäude in Hualien wurden durch die heftigen Erdstösse teils schwer beschädigt. Auf Fotos war zu sehen, wie ein mehrstöckiges Haus einsackte und in Schieflage geriet.
Das Beben löste mehrere Erdrutsche aus. Bilder in sozialen Medien zeigen, dass mehrere Strassen beschädigt wurden und eine Brücke eines Highways einstürzte. Der öffentliche Nahverkehr auf der Schiene wurden in mehreren grossen Städten der Insel mit mehr als 23 Millionen Einwohnern eingestellt. Auch der Schnellzugverkehr wurde unterbrochen. Im ganzen Land kam es zu Stromausfällen. Beben