Darum gehts
- USA und Israel planen möglicherweise gemeinsamen Angriff auf den Iran
- Trump hofft auf israelischen Erstschlag zur US-Unterstützung
- Jared Kushner reist am 26. Februar 2026 nach Genf für Gespräche
Die USA und Israel könnten gemeinsam militärisch gegen den Iran vorgehen – das Szenario eines vereinten Angriffs wird offenbar immer wahrscheinlicher.
Zwei anonyme Quellen aus dem Trump-Umfeld erklärten dem Magazin «Politico» nun, dass Washington auf einen Erstschlag Israels hofft. Demnach würde ein Angriff seitens Israel zu einer Vergeltung durch den Iran führen. Das würde wiederum die Unterstützung der US-Bevölkerung für einen Gegenschlag durch die USA steigern, erklärt ein Trump-Berater.
«In der Regierung und dem Umfeld herrscht die Meinung vor, dass es politisch viel besser wäre, wenn die Israelis zuerst und allein handeln würden und die Iraner daraufhin Vergeltungsmassnahmen gegen uns ergreifen würden», sagt der Berater.
Diplomatie versus Attacke
Am Donnerstag reisen Trumps Sondergesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner (45) nach Genf, um mit dem iranischen Aussenminister Abbas Araghtschi (63) über eine mögliche Einigung zu verhandeln. Es herrscht jedoch wenig Optimismus, dass diese zustande kommt.
Am wahrscheinlichsten sei es laut den Quellen, dass es zu einem gemeinsamen Angriff mit Israel kommt. «Das vorherrschende Denken ist: Wir werden sie bombardieren.»
«Nur Trump weiss, was er tut – oder nicht»
Die Sprecherin des Weissen Hauses, Anna Kelly, reagierte auf Nachfrage von «Politico» zurückhaltend: «Die Medien können so viel über die Überlegungen des Präsidenten spekulieren, wie sie wollen – aber nur Präsident Trump weiss, was er tun wird oder nicht.» Die israelische Botschaft in Washington möchte sich gegenüber dem Portal nicht äussern.
Trump erwägt offenbar einen Zwei-Stufen-Plan. Zunächst könnte es zu einem begrenzten Erstschlag kommen. Sollte dies scheitern, könnte ein grösseres Angriffspaket folgen. Ziele könnten iranische Nuklearanlagen und die ballistische Raketeninfrastruktur sein, die Israel als Bedrohung ansieht.
Der Iran betont seit langem, dass sein Nuklearprogramm rein zivile Ziele verfolge. Die USA bleiben jedoch skeptisch, insbesondere wegen des hohen Urananreicherungsgrades. Am Mittwochabend legte Araghtschi offenbar einen neuen Entwurf für einen Deal vor. Die USA haben sich bisher noch nicht dazu geäussert.