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Liegestuhl-Wahnsinn geht weiter:Touristen stehen drei Stunden vor Pool-Öffnung an

Britin verkauft 500’000-Euro-Haus
Sogar Spanien-Auswanderin flüchtet vor Touristen

Eine britische Rentnerin verlässt nach über einem Jahrzehnt ihr Haus am Meer. Grund: der Massentourismus. Damit ist sie nicht allein. Erneut kam es am Wochenende zu Protesten auf den Strassen Spaniens.
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Der Massentourismus hat Spanien fest im Griff.
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Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Britin verlässt Spanien wegen Touristen und steigender Lebenskosten
  • Einheimische protestieren gegen Massentourismus in beliebten Ferienorten
  • Nichts tut sich: Die Besucherzahlen steigen weiter
Foto: Ringier Medien Schweiz, 05.02.25 Mitarbeiterportrait. Natascha Ruggli, Praktikantin News-Desk, Ringier.
Natascha RuggliRedaktorin News Desk

Im Rentenalter auswandern, am besten ein Häuschen im Süden kaufen – der Traum von vielen. Die Britin Anne Trust erfüllte ihn sich an der spanischen Mittelmeerküste in Mataró in der Nähe von Barcelona. Doch nun hat sie genug und zieht weg. Der Grund: die Touristen.

«Ich habe es satt, in der Nähe des Meeres zu leben», erzählt die 75-Jährige der Zeitung «I Paper». Das Meer sei zwar schön, doch sie erzählt, dass Mataró im Frühjahr und Sommer von lärmenden Tagesausflüglern und Kneipentouristen aus Barcelona überlaufen sei.

Hohe Preise, wenig Wohnraum

Seit über einem Jahrzehnt lebt sie in Spanien. Vieles hat sich seitdem verändert. Auch die Preise. Während ihr tägliches Leben teurer geworden ist, hat sich allerdings auch der Preis ihres Hauses mittlerweile verdoppelt. Genau das will Trust jetzt nutzen. Mit dem Erlös plant sie, in die Gegend Extremadura zu ziehen – die Region sei «abgelegen und unberührt».

Die spanische Bevölkerung leidet zunehmend unter dem Massentourismus. Zwar kurbelt dieser die Wirtschaft an, doch die Einheimischen haben mit Problemen wie steigende Lebenskosten und wenig Wohnraum zu kämpfen. Die Spanier tragen ihren Frust deswegen auf die Strasse. Proteste in den Hotspots wie Barcelona, Mallorca oder auch auf den Kanarischen Inseln häufen sich.

Erneut Proteste: Was die Einheimischen fordern

Zuletzt kam es vergangenes Wochenende zu Protesten auf der iberischen Halbinsel. Der ganze Süden Europas hat am Sonntag, 15. Juni, zu einem internationalen Protesttag aufgerufen. In der Metropole Barcelona zog es um die 600 Menschen auf die Strassen. Auf Mallorca sogar rund 8000 Menschen. Dabei wurden Touristen mit Wasserpistolen abgespritzt. Die Banner zierten Sprüche wie «Touristen, geht nach Hause» oder «Eure Ferien, mein Elend».

Sehr erfolgreich waren die Ausschreitungen bislang nicht. Die Dachinitiative «Menys turisme, més vida» («Weniger Tourismus, mehr Leben») fordert Massnahmen wie die Begrenzung von Besucherzahlen, ein Kreuzfahrtmoratorium und ein Verbot der touristischen Vermietung. Es scheint jedoch nichts zu nützen, die Besucherzahlen wachsen weiter: Wie der «Spiegel» berichtet, erwarten die Baleareninseln Mallorca und Ibiza, dass sie die 20-Millionen-Besucher-Marke dieses Jahr knacken.

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