Hassan K. starb in US-Freizeitpark
Achterbahn-Opfer überlebte zuvor Krebs und Auto-Brand

Bei Atlanta stürzt ein Mann aus rund 60 Metern Höhe aus der Achterbahn «Goliath» und stirbt. Gebaut wurde die Bahn laut Westschweizer Medien von dem Schweizer Hersteller Bolliger & Mabillard.
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Hassan K. verlor im US-Freizeitpark Six Flags sein Leben.
Foto: Facebook (Screenshot)

Darum gehts

  • Hassan K. starb nach 60-Meter-Sturz aus «Goliath»
  • Laut Schwester überlebte er Krebs und einen Autobrand
  • Bei Schweizer B&M wurden Bahnen gestoppt; Fall wird geprüft
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Mattia JutzelerRedaktor News

Der Schwester von Hassan K.* (†42) geht der Todesfall ihres Bruders noch immer sehr nahe. Unter Tränen erzählt sie der «New York Post» aus dem Leben des verstorbenen Lehrers aus Atlanta, Georgia. «Er war mein Held, ein wunderbarer Mensch.»

Das Leben von K. endete tragisch am vergangenen Montag im US-Freizeitpark Six Flags in der Nähe von Atlanta. Während einer Fahrt auf der Achterbahn «Goliath» rutscht er nach Angaben von Augenzeugen aus seinem Sicherheitsbügel und stürzt in die Tiefe. Wie genau es zu dem Unfall kam, ist bisher unklar. K. überlebte den Sturz aus rund 60 Metern Höhe nicht.

Hersteller hat Sitz in der Schweiz

Laut mehreren Westschweizer Medien handelt es sich beim Hersteller der betroffenen Achterbahn «Goliath» um die Schweizer Firma Bolliger & Mabillard, ein Unternehmen mit Sitz in Monthey VS und Aigle VD. Das Unternehmen musste infolge des Unfalls in den USA und Kanada mehrere seiner Fahrgeschäfte ausser Betrieb nehmen lassen. Der Unfallhergang werde aktuell von den Verantwortlichen untersucht, berichtet unter anderem «Le Nouvelliste».

Bereits Ende September musste Six Flags eine Achterbahn in Kalifornien dauerhaft schliessen, weil dutzende Besucher nach der Fahrt mit der Attraktion Hirnverletzungen erlitten haben wollen. In diesem Fall wurde die betroffene Achterbahn allerdings nicht von Bolliger & Mabillard hergestellt.

«Ich verstehe es nicht»

Was an dem aktuellen Todesfall in Atlanta besonders unvorstellbar klingt: Das Todesopfer überlebte laut Aussagen seiner Schwester in der Vergangenheit bereits äusserst gefährliche Situationen. Vor über zehn Jahren habe er gegen Krebs gekämpft und die Krankheit schliesslich 2015 besiegen können.

Einen Monat vor dem Unglück im Freizeitpark habe ihr Bruder ausserdem einen «verrückten» Autobrand überlebt. Dass er jetzt bei einem Achterbahn-Unfall stirbt, findet sie «unfair». «Ich verstehe es nicht.»

K. hinterlässt keine eigenen Kinder. Laut seiner Schwester habe er aber die Tochter seiner Verlobten innig geliebt. «Er hat immer hart gearbeitet und sich um seine Familie gekümmert.»

* Name bekannt

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