Sie hatte eine Affäre
Ehemann lief mit toter Frau im Koffer durch London

Schockierender Prozess in London: Ein Mann tötete seine Ehefrau vor laufender Kamera und packte die Leiche in einen Koffer. Anschliessend spazierte er damit durch die Stadt und entsorgte den Koffer in einem Fluss.
Publiziert: 04.07.2024 um 19:38 Uhr
Teile uns deine Meinung zur Vorlesefunktion mit. Zur kurzen Umfrage.
1/4
Steht in London vor Gericht wegen der Tötung seiner Frau: Aminan R. soll sie am 29. April 2023 in der gemeinsamen Wohnung erwürgt haben.
RMS_Portrait_AUTOR_519.JPG
Johannes HilligRedaktor News

Auf den ersten Blick wirkt Aminan R.* (46) wie ein gewöhnlicher Vater, der, mit einem Koffer und Kind auf dem Arm, durch London spaziert, als die Überwachungskameras ihn am 29. April vergangenen Jahres filmen.

Doch in Wahrheit versuchte der Mann gerade seine Wahnsinnstat zu vertuschen. Denn im Koffer befand sich die Leiche seiner Frau Suma B.* (†24). R. hatte sie kurz zuvor im Streit erwürgt – vor den Augen der gemeinsamen Kinder, vier Monate und zwei Jahre alt. Und noch jemand wurde Zeuge: die Affäre von Suma B.: Shahin M.* (24). Er hatte gerade ein Video-Anruf mit Suma B. geführt, als Aminan R. durchdrehte.

«Sie wollte weglaufen, und er packte sie am Hals»

Zuerst habe er den wütenden Ehemann im Hintergrund schimpfen hören. Dann drohte er damit, sie zu töten. «Sie wollte weglaufen, und er packte sie am Hals», berichtete der 24-Jährige bei dem Prozess gegen den Killer-Ehemann, wie die britische Zeitung «Guardian» berichtet. Es waren «drei Schreie» zu hören, bevor das Video einfror und nach R. erstem Angriff nichts mehr zu sehen war. Danach bekam R. einen Anruf vom Ehemann. Darin sagte er zu dem Liebhaber seiner Frau: «Schau, ich habe sie getötet und jetzt mach dich bereit.»

Die Leiche seiner Frau packte R. in einen Koffer, ging damit durch London und warf den Koffer in einen Nebenfluss der Themse. Zehn Tage später wurde der Koffer entdeckt.

Affäre über Tiktok kennengelernt

B. hatte R. in einer arrangierten islamischen Zeremonie über das Telefon im Jahr 2019 geheiratet. Im Jahr 2020 reiste sie aus Bangladesch ein, um mit ihm zu leben, und sie bekamen zwei Kinder.

Ein Jahr später lernte B. über Tiktok M. kennen. Sie verliebten sich und begannen eine Affäre. Laut der Staatsanwaltschaft war B. nicht mehr glücklich in ihrer Ehe und wollte einfach nur geliebt werden. Sie soll darüber nachgedacht haben, ihren Ehemann zu verlassen. Vor Gericht gestand R., dass er seine Frau getötet hat. Er behauptete aber, dass er das nicht gewollt habe. Niemals habe er ihr etwas antun wollen. Das Urteil soll am 31. Juli verkündet werden. 

Werbung

* Namen bekannt 


Fehler gefunden? Jetzt melden