Darum gehts
- Unbekannter jagt in Jalisco nachts seit mehreren Wochen angebliche Motorraddiebe
- Er befestigt Täter an Pfosten mit Klebeband und pinkem Schild
- Polizei fand 5 Opfer, identifizierte 2 Fahrzeuge, keine Festnahmen
Im mexikanischen Bundesstaat Jalisco häufen sich derzeit mysteriöse Fälle von Selbstjustiz. Seit etwas mehr als zwei Wochen macht ein Unbekannter in der Nacht Jagd auf angebliche Motorraddiebe. Nun wird er selbst von der örtlichen Polizei gesucht.
Wie die englische Boulevardzeitung «The Sun» berichtet, wurde ihm aufgrund seiner Vorgehensweise der Spitznamen mexikanischer Batman gegeben. Der Unbekannte soll die vermeintlichen Diebe auf frischer Tat ertappt und überrumpelt haben.
Er lässt seine Opfer mit Botschaft zurück
In einem zweiten Schritt wickelte er sie mit Unmengen an Klebeband um einen Strassenpfosten und befestigte ein pinkes Schild über ihnen. Darauf notierte er, welche Verbrechen er den Männern zur Last legt. Zudem bemalte er ihnen teilweise das Gesicht mit Katzen-Schnurrhaaren oder schrieb ihnen das spanische Wort Rotero (Dieb) auf die Stirn.
Die Polizei der Stadt Lagos de Moreno zeigt sich alles andere als begeistert über die Heldentaten des Unbekannten und betont, dass die fünf aufgefundenen Männer klar als Opfer behandelt würden. Mehrere unter ihnen erlitten durch den Angriff Verletzungen wie Prellungen.
Genau wie das Original verschwindet auch der mexikanische Batman, bevor die Polizei die Bildfläche betritt. Allerdings konnten die Behörden laut «The Sun» bereits zwei Fahrzeuge identifizieren, die mit den Fällen in Verbindung stehen sollen. Verdächtige wurde bislang noch nicht festgenommen und die Ermittlungen dauern derzeit an.