Darum gehts
- Extremsportler Adam Borejko stirbt auf 900-Kilometer-Tour durch Sibirien im Winter
- Er wurde Mitte der Strecke in einem Hotel tot aufgefunden
- Start am 25. Januar, Temperaturen deutlich unter -30 Grad
Er wollte 900 Kilometer durch Sibirien fahren – und das mitten im Winter. Jetzt ist der Extremsportler Adam Borejko tot, wie die Deutsche Presse-Agentur und Euronews übereinstimmend berichten. Auf halber Strecke wurde er leblos in einem Hotel im russischen Ort Chandyga entdeckt. Das teilte der russische Katastrophenschutz in der ostsibirischen Republik Sacha mit.
Zur genauen Todesursache ist aktuell nichts bekannt. «Er übernachtete in einem Hotel, ging schlafen und verliess das Zimmer am Morgen nicht. Er wurde um 17:10 Uhr tot aufgefunden. Die Ermittler arbeiten vor Ort», lautete die via Telegram verbreitete offizielle Erklärung.
«Ich hoffe, wohlbehalten zurückzukehren»
Borejko war am 25. Januar in der Hauptstadt der Republik Sacha, Jakutsk, gestartet. Den Start der Extremtour dokumentierte er auf Instagram. Aktuell hat es dort rund -30, in der Nacht bis -35 Grad.
Die Reise trat er trotz Schwierigkeiten an. «Ich weiss schon jetzt, dass es nicht einfach wird und die schwierigste Erfahrung meines Lebens sein wird. Ich habe ein paar kleinere gesundheitliche Probleme. Ich hoffe, wohlbehalten zurückzukehren.»
Das Ziel Oimjakon erreichte er nie
Während einer Etappe brach an seinem Velo ein Pedal. Ein aufmerksamer Lastwagenfahrer kam ihm zu Hilfe. In der Stadt Chrapcha wurde sein Fahrrad repariert.
«Ich weiss, dass Fehler teuer werden können», schrieb er nach der Panne. Wie teuer, ahnte er offensichtlich nicht.
Borejkos Ziel war das Dorf Oimjakon, das als einer der kältesten bewohnten Orte der Welt gilt. Anfang Februar sanken die Temperaturen dort auf -39 Grad.