Darum gehts
- Vier Jugendliche starben bei einem Unfall in Collonges, Frankreich
- Das Auto überschlug sich, geriet in Brand, alle Insassen starben
- Die Opfer waren zwischen 16 und 18 Jahre alt
Vier junge Menschen – zwei Männer, darunter ein Minderjähriger, und zwei Frauen – sind am Freitagabend im französischen Département Ain nahe Genf bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Der Selbstunfall ereignete sich zwischen 22 und 23 Uhr in der Gemeinde Collonges, wie die Staatsanwaltschaft von Bourg-en-Bresse bestätigte.
Unfallhergang
Das Auto mit Schweizer Kontrollschildern kam aus Gex und fuhr Richtung Valserhône. Kurz nach dem Ende der vierspurigen Schnellstrasse verlor der Fahrer aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Wagen fuhr rechts am Kreisel vorbei, überschlug sich mehrfach, überquerte einen kleinen Bach und kam schliesslich in einem Wäldchen auf dem Dach liegend zum Stillstand. Dort geriet er sofort in Brand. Die herbeigerufenen Rettungskräfte konnten für alle vier Insassen nur noch den Tod feststellen.
Laut Staatsanwaltschaft wurde eine Autopsie angeordnet. Es gebe keinerlei Hinweise auf den Konsum von Alkohol oder Drogen.
Die Opfer
Die vier Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren stammten aus den Freiburger Bezirken Gruyère und Sarine und besassen die portugiesische Staatsbürgerschaft. Nach Angaben der Freiburger Polizei handelte es sich um zwei Paare. Die Behörden wurden in der Nacht auf Samstag gegen 1 Uhr informiert und benachrichtigten die Familien mit Unterstützung eines Care-Teams.
Die Gruppe war am frühen Abend in Freiburg aufgebrochen, um ein Wochenende in Paris zu verbringen.
Reaktionen vor Ort
In Collonges herrscht Bestürzung. Ein Anwohner bezeichnete den Kreisel gegenüber «Dauphiné Libéré» als gefährlich: «Ein Moment der Unaufmerksamkeit oder etwas zu viel Geschwindigkeit kann genügen, und man kann ihn leicht übersehen.»
Auch der Bürgermeister von Collonges, Lionel Perreal, sprach von einer Tragödie. «Es handelt sich um eine Departementsstrasse. Und ja, es hat dort bereits Unfälle gegeben», so Perreal. «Wir sollten prüfen, wie wir die Sicherheit verbessern können.» Insbesondere die Beleuchtung des Kreisels soll verbessert werden.
Die Untersuchung führt die Gendarmerie-Brigade von Thoiry. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass die Identifizierung der Opfer aufgrund des starken Brandes erschwert ist und noch aussteht.