Darum gehts
- CDU Sachsen-Anhalt stürzt auf 17,2 Prozent, Vorstand tritt geschlossen zurück
- AfD gewinnt mit 43,9 Prozent, Regierungsbildung bleibt unklar
- Sepp Müller (37) will neuer CDU-Landesvorsitzender werden
Gerade einmal 17,2 Prozent holte sich die CDU bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt ab. Das Ergebnis war für die Partei von Sven Schulze niederschmetternd. Am Montagabend zieht er nun auch personelle Konsequenzen: In baldigen Wahlen sollen die Landtags-Ämter neu besetzt werden – diese sollen spätestens im Dezember stattfinden.
Schulze selbst will sich laut der «Bild» nicht mehr zu einer Wiederwahl anbieten. Einen Bewerber um den Landesvorsitz gibt es bereits: Sepp Müller (37) ist derzeit stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und will laut dem «Spiegel» Schulzes Nachfolge antreten. «Ich kandidiere als Landesvorsitzender», heisst es von ihm.
Schulze sieht die Rolle seiner Partei derweil nun «klar in der Opposition». Die AfD triumphierte bei den Neuwahlen am Sonntag mit 43,9 Prozent der Stimmen klar. Die Regierungsbildung ist derzeit jedoch noch offen – ein mögliches Bündnis mit dem BSW steht im Raum.