Schon wieder Stromausfall
Atombehörde warnt vor Gefahr für Europas grösstes AKW

Das von Russland besetzte Atomkraftwerk Saporischschja ist erneut von der externen Stromversorgung abgeschnitten worden. Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde musste die Anlage vorübergehend auf Notstromgeneratoren umstellen.
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Das von russischen Truppen besetzte AKW Saporischschja musste erneut auf Notstrom zurückgreifen.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das AKW Saporischschja verlor erneut externe Stromversorgung am 5. Juni
  • IAEA: Bereits 18 Stromausfälle seit Kriegsbeginn, Notstromgeneratoren aktiviert
  • 750-Kilovolt-Leitung seit über zwei Monaten ausser Betrieb
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Jessica von DuehrenRessortleiterin Desk/Teamlead News

Das Atomkraftwerk Saporischschja in der Südukraine hat am Freitag erneut die externe Stromversorgung verloren. Wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) auf X mitteilte, musste die Anlage vorübergehend auf Notstromgeneratoren zurückgreifen. Es handelt sich bereits um den 18. vollständigen Stromausfall seit Beginn des russischen Angriffskriegs.

Laut IAEA wurde die letzte verbliebene Stromleitung des Kraftwerks unterbrochen, nachdem zwei Umspannwerke auf der anderen Seite des Flusses Dnipro angegriffen worden sein sollen. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Russische Militärangehörige verletzt

Besonders besorgt zeigt sich die Behörde, weil die wichtigste 750-Kilovolt-Leitung des Kraftwerks bereits seit mehr als zwei Monaten ausser Betrieb ist. Das AKW war deshalb zuletzt auf eine einzige externe Leitung angewiesen. Fällt auch diese aus, müssen die Reaktoren und Sicherheitssysteme mit Dieselgeneratoren versorgt werden.

Zudem meldete die IAEA einen Zwischenfall während laufender Minenräumarbeiten im Umfeld des Kraftwerks. Dabei wurden nach Angaben der Behörde mehrere russische Militärangehörige verletzt. Die Umstände würden untersucht.

IAEA-Chef Rafael Grossi ruft beide Kriegsparteien zu grösster militärischer Zurückhaltung auf. Die geplante Reparatur der Hauptstromleitung sei entscheidend, um das Risiko eines nuklearen Unfalls zu verringern.

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